Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneefall

Navigation:
Friedlicher Protest gegen Fackelzug Rechtsextremer

Demmin Friedlicher Protest gegen Fackelzug Rechtsextremer

Ausgerechnet am 8. Mai erinnert die NPD an die Selbsttötungen in Demmin am Ende des Zweiten Weltkriegs. Viele Menschen protestieren gegen die Rechtsextremisten. Es bleibt friedlich.

Voriger Artikel
OZ-TV Montag: Verdächtiger gesteht Mord an 29-jähriger Frau
Nächster Artikel
Erdbeben fernab der Heimat

Bürger protestieren gegen einen NPD-Fackelmarsch.

Quelle: Bernd Wüstneck/archiv

Demmin. Rund 200 Menschen haben am Montag in Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) gegen einen Fackelzug der rechtsextremen NPD protestiert. Die Demonstranten aus demokratischen Parteien, Gewerkschaften und Kirchen trafen sich unter dem Motto „Licht vertreibt Schatten“ auf dem Markt und nahmen an einem ökumenischen Friedensgebet in der Kirche teil. Anschließend zogen sie durch die Stadt. Anlass war der Gedenktag an das Kriegsende vor 72 Jahren.

Kerstin Lenz vom Aktionsbündnis „8. Mai Demmin“ sagte: „Wir wollen unsere Stadt nicht den Nazis überlassen“. Pastorin Franziska Pätzold rief die Menschen während der Andacht auf, Lichter zu entzünden.

Der Aufzug von ebenfalls etwa 200 Rechtsextremen verlief am Abend ohne nennenswerte Vorfälle, wie die Polizei mitteilte. Die NPD-Anhänger liefen binnen einer Stunde durch die Kleinstadt zur Peene, wo Kränze niedergelegt wurden. Erstmals seit Jahren beteiligte sich niemand aus der Führungsriege der Partei im Nordosten, die 2016 die Landtagswahl verloren hatte. Gesehen wurde stattdessen der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke.

Ein Großaufgebot der Polizei hinderte Gegendemonstranten an Blockaden. Autofahrer waren von der Polizei aufgefordert worden, Demmin weiträumig zu umfahren, da es wegen Baustellen und der Demonstrationen zahlreiche Straßensperrungen gab. An der evangelischen Stadtkirche St. Bartholomaei hing eine Fahne mit dem Spruch: „Unser Kreuz hat keine Haken.“

In der Stadt hatten sich in den letzten Kriegstagen zwischen dem 30. April und 3. Mai 1945 fast 1000 Demminer und Flüchtlinge selbst getötet. Zu DDR-Zeiten durfte darüber nicht gesprochen werden. Die Stadt gedenkt der Opfer von damals seit mehreren Jahren, wehrt sich aber gegen Versuche Rechtsextremer, das Thema für ihre Propaganda zu nutzen.

dpa/mv

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Was geschah am ...
Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind.

Das aktuelle Kalenderblatt für den 06. Mai 2017

mehr
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.