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Greifswald Friedrichschule feiert ihre neue Turnhalle
Vorpommern Greifswald Friedrichschule feiert ihre neue Turnhalle
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16:43 06.12.2018
Die neue Zwei-Feld-Halle im Ostseeviertel Ryckseite hat eine Grundfläche von 2300 Quadratmetern, kann aufgrund der Größe im Schulsport jetzt auch problemlos geteilt werden. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Größer und schöner kann ein Nikolausgeschenk für Kinder kaum sein: Die Regionalschule „Caspar David Friedrich“ feierte am Donnerstag die Einweihung ihrer neuen Sporthalle. Nach knapp 16-monatiger Bauzeit überreichte Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) der stellvertretenden Schulleiterin Anke Thurow im Beisein vieler Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bildung den symbolischen Schlüssel. „Dieser architektonische Hingucker ist ein wunderbares Nikolausgeschenk an die ganze Stadt“, würdigte er zugleich die Leistungen der Bauconzept Planungsgesellschaft mbH aus dem sächsischen Lichtenstein und aller Firmen. Denn neben den Schülern werden auch Sportvereine das aus dem städtischen Haushalt mit 4,5 Millionen Euro finanzierte Gebäude in Besitz nehmen.

„Wir mussten zwar während der Arbeiten ab und an Lärmbelästigungen ertragen, weil unser Klassenraum gegenüber der Baustelle liegt“, blickt Schulsprecherin Anna Johannsen ehrlich zurück. „Aber das hat sich am Ende doch gelohnt: Die Halle ist sehr schön geworden“, lobt die 15-jährige den modernen und funktionalen Bau. Auch Mitschüler Oliver Grimm aus der Klasse 9b kann es kaum abwarten, in der 22 x 45 Meter großen Halle Sport zu treiben. Als passionierter Volleyballer, der in seiner Freizeit im ESV Turbine aktiv ist, freut er sich nicht nur über die Größe der Spielfläche und die 112 Tribünenplätze, die es in der alten Halle nicht gab. „Ich finde es auch super, dass wir mehr Umkleiden haben und die Toiletten so sauber sind“, sagt der 15-Jährige.

Thomas Budzinski, Fachschaftlehrer Sport an der Friedrichschule, appellierte deshalb auch an Schüler, Lehrer und Vereine, mit dem neuen Gebäude pfleglich umzugehen. Vielleicht sei es der Stadt ja auch möglich, so der Sportlehrer, hier wieder einen Hallenwart einzusetzen, der auf alles ein wachsames Auge habe. Die Stadt Wolgast mache es mit ihrer Mehrzweckhalle vor. „Sie hat einen Hallenwart und sieht auch nach vielen Jahren der Nutzung immer noch wie neu aus“, sagt Budzinski. Damit greift er zugleich einen Wunsch auf, den viele Aktive erst vorige Woche auf einem Workshop zur Sportentwicklungskonzeption der Stadt mehrfach äußerten.

Wenn Greifswald sich als bildungs- und sportbegeisterte Stadt wähnt, sollten aber auch die vielen noch sanierungsbedürftigen Turnhallen nicht aus dem Blick geraten, bemerkte Dirk-Carsten Mahlitz, Vizevorsitzender des Kreissportbundes Vorpommern-Greifswald. Im Zuge einer Sportstättenanalyse machten Gutachter in diesem Jahr immerhin in fünf Greifswalder Turnhallen schwerwiegende Mängel aus, die den Bestand oder eine weitere Nutzung gefährden (die OZ berichtete).

Doch diese „Baustellen“ waren gestern bei der Einweihungsfeier mit einem bunten, witzigen und mit viel Engagement von Schülern und Lehrern einstudierten Programm nicht Thema. Zwar erwähnte Anke Thurow, dass es im Vorfeld des Projekts „viele Hürden zu überwinden gab“. Denn eine Idee war auf diesem Areal an der Vitus-Behring-Straße die Errichtung zweier Einkaufsmärkte, die dafür ihren Standort an der Fridtjof-Nansen-Straße aufgeben wollten. Doch die Ortsteilvertretung Ostseeviertel, so deren Vorsitzender Jürgen Liedtke (CDU), „hat sich von Anfang an für die Sporthalle stark gemacht“. Mit Erfolg. Letztlich entschieden sich die politischen Gremien für das städtische Projekt. Das ist zwar aufgrund der Baukostensteigerung etwa eine halbe Million Euro teurer als ursprünglich geplant, kam aber ohne Fördermittel aus – abgesehen von der vom Land geförderten Solaranlage. Eine erste große Bewährungsprobe hat die Halle am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien zu bestehen. Dann messen die 426 Friedrichschüler und ihre 36 Lehrer die Kräfte beim Wettbewerb „Mach’s mit, mach’s nach, mach’s besser“.

Zahlreiche Gäste feierten mit der Caspar-David-Friedrich-Schule am Nikolaustag die Einweihung der neuen Sporthalle.

Petra Hase

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