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Greifswald Er war Bürgermeister mit Leib und Seele
Vorpommern Greifswald Er war Bürgermeister mit Leib und Seele
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17:31 02.12.2018
Kröslins Bürgermeister Wolfgang Woy war 20 Jahre im Amt. 2014 ging er 81-jährig in den Ruhestand. Quelle: Cornelia Meerkatz
Kröslin

Als Wolfgang Woy vor vier Jahren seine Dienstgeschäfte aufgab, war er mit seinen 81 Jahren der dienstälteste ehrenamtliche Bürgermeister in MV. Am vergangenen Donnerstag ist er 85-jährig gestorben, „Die Gemeinde hat ihm sehr viel zu verdanken“, sagt sein Nachfolger im Amt, Holger Dinse.

Die Sanierung des Fischereihafens Freest war die erste große Maßnahme, die Wolfgang Woy als Bürgermeister der Gemeinde Kröslin umgesetzte. Es war sein Meisterstück: Er handelte eine 95-prozentige Förderung aus. Weitere große Maßnahmen für die kleine Gemeinde mit ihren Ortsteilen Kröslin, Freest und Spandowerhagen folgten. Dazu zählen die Maßnahmen der Städtebauförderung, Woy arbeitete engagiert im Vorstand des Städte- und Gemeindetages. Sein Bürgermeister-Ehrenamt krönte er zum Abschied mit der Einweihung der neuen Ortsumgehung für Spandowerhagen, für die er lange gekämpft hat. „Er war Bürgermeister mit Leib und Seele und scheute keinen Konflikt, wenn es um seine Gemeinde ging. Dann hielt der ehemalige Berliner Siemens-Manager unbeirrbar an seinen Überzeugungen und Plänen fest und zeigte sich dickköpfiger, als man es uns Vorpommern nachsagt“, so Holger Dinse.

Der parteilose Woy ist eher zufällig in der Kommunalpolitik gelandet. „Ich fand nach der Wende Spaß daran, mich mit Politikern zu streiten“, erklärte er in seinem letzten OZ-Interview. 1994 kandidierte er als Parteiloser für die CDU als Bürgermeister – und blieb es bis zum Schluss. „Es ging ihm immer um die Sache. Mit seiner Berliner Art beseitigte er manche Diskrepanz“, betont Amtsvorsteher Norbert Labahn. Spuren hinterließ er auch im Zweckverband "Energie- und Technologiestandort Freesendorf" sowie als Mitbegründer des Albert-Schweitzer-Familiendorfes. Heute nehmen Familie, Freunde und Mitstreiter von Wolfgang Woy in Kröslin Abschied. 

Cornelia Meerkatz

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