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Greifswald Frühstück für die Tonne
Vorpommern Greifswald Frühstück für die Tonne
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03:48 26.08.2013

Morgens halb zehn in Deutschland, genauer gesagt in der Cafeteria am Beitz-Platz: Hier treffen sich die Studenten, um gemeinschaftlich zu frühstücken. Bei runden Preisen wie 1 Euro, 2 Euro und 3 Euro Frühstück kann man hier auch einige Leckereien für sein Geld bekommen.

Der bittere Beigeschmack kommt erst, wenn man einen Blick auf die Tabletts der zahlreichen Frühstücker wirft: Müll, und zwar in Massen! Jedes kleine bisschen Marmelade, Nuss-Nougat-Creme und Honig verpackt in formschönen Plastikbehältnissen. Auch der Kaffee wird meist nicht in die Keramik-Tassen gefüllt, sondern in die Pappbecher, die schon ab 10 Uhr morgens die Mülleimer der Cafeteria zum Überquellen bringen. Wieso gibt es keine Glasschälchen, aus denen man löffelweise die Marmelade aus dem Glas hinein füllen kann? Wieso kostet der Kaffe im Pappbecher nicht 10 Cent mehr als der in der Tasse?

Dafür, dass die Universität sich seit April 2012 als CO2-neutrale Hochschule hinstellen möchte und Emissionen senken will, um die Umwelt zu entlasten, bröckelt es doch enorm am „grünen Image“ beim Besuch in der Cafeteria. Es muss ein stärkeres Bewusstsein für die Folgen dieser vollkommen unnötigen und leicht zu vermeidenden Umweltbelastung vermittelt werden — sowohl bei den Studenten, als auch bei den Betreibern der Kaffeebars. Was nützt die hart erkämpfte Einführung vom Fair-Trade-Kaffee, wenn er aus einem Wegwerf-Pappbecher getrunken wird? Ironischerweise nennen sich die Mensa-Cafés „Ins Grüne“. Aber davon merkt man leider zu wenig.

Sandra Fikus (25) studiert Anglistik an der Universität Greifswald. Außerdem arbeitet sie als freie Mitarbeiterinder OSTSEE-ZEITUNG.

OZ

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