Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Frühstück für die Tonne

Frühstück für die Tonne

Morgens halb zehn in Deutschland, genauer gesagt in der Cafeteria am Beitz-Platz: Hier treffen sich die Studenten, um gemeinschaftlich zu frühstücken.

Voriger Artikel
Unbekannte setzen Lkw-Auflieger und Auto in Brand
Nächster Artikel
Studenten fordern: Merkel soll die Uni besuchen

Morgens halb zehn in Deutschland, genauer gesagt in der Cafeteria am Beitz-Platz: Hier treffen sich die Studenten, um gemeinschaftlich zu frühstücken. Bei runden Preisen wie 1 Euro, 2 Euro und 3 Euro Frühstück kann man hier auch einige Leckereien für sein Geld bekommen.

Der bittere Beigeschmack kommt erst, wenn man einen Blick auf die Tabletts der zahlreichen Frühstücker wirft: Müll, und zwar in Massen! Jedes kleine bisschen Marmelade, Nuss-Nougat-Creme und Honig verpackt in formschönen Plastikbehältnissen. Auch der Kaffee wird meist nicht in die Keramik-Tassen gefüllt, sondern in die Pappbecher, die schon ab 10 Uhr morgens die Mülleimer der Cafeteria zum Überquellen bringen. Wieso gibt es keine Glasschälchen, aus denen man löffelweise die Marmelade aus dem Glas hinein füllen kann? Wieso kostet der Kaffe im Pappbecher nicht 10 Cent mehr als der in der Tasse?

Dafür, dass die Universität sich seit April 2012 als CO2-neutrale Hochschule hinstellen möchte und Emissionen senken will, um die Umwelt zu entlasten, bröckelt es doch enorm am „grünen Image“ beim Besuch in der Cafeteria. Es muss ein stärkeres Bewusstsein für die Folgen dieser vollkommen unnötigen und leicht zu vermeidenden Umweltbelastung vermittelt werden — sowohl bei den Studenten, als auch bei den Betreibern der Kaffeebars. Was nützt die hart erkämpfte Einführung vom Fair-Trade-Kaffee, wenn er aus einem Wegwerf-Pappbecher getrunken wird? Ironischerweise nennen sich die Mensa-Cafés „Ins Grüne“. Aber davon merkt man leider zu wenig.

Sandra Fikus (25) studiert Anglistik an der Universität Greifswald. Außerdem arbeitet sie als freie Mitarbeiterinder OSTSEE-ZEITUNG.

 

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.