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Greifswald Fünf Jahrhunderte in Gützkow
Vorpommern Greifswald Fünf Jahrhunderte in Gützkow
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00:00 19.05.2017

tzkow. Am Pfingstsonnabend wird in der Gützkower Nikolaikirche eine Ausstellung zum 500. Jahrestag der Reformation eröffnet. „Wir wollen Personen und Ereignisse aus fünf Jahrhunderten darstellen“, sagt Pfarrer Hans-Joachim Jeromin.

„Ein Gützkower Sammler hat uns für die Ausstellung einiges aus seinem Fundus zur Verfügung gestellt“, erzählt er. Unter anderem gehören dazu Kupferstiche. Außerdem gibt es ausgewählte Stücke aus dem Kirchenarchiv in St. Nikolai zu sehen. Gezeigt werden mehrere Schautafeln und Karten des historischen Pommern ab dem 16. Jahrhundert. „Wir werden auch die Bedeutung Gützkows, der früheren Grafschaft, in dieser Zeit zeigen“, informiert der Pfarrer. Zur Illustration werde eine alte Synodalverfassung gezeigt. Obwohl die Grafen von Gützkow im 14. Jahrhundert ausgestorben waren, gab es auf deren ehemaligem Territorium eine Gützkower Synode, berichtet Jeromin. Der Titel des Grafen wurde zuletzt von den Hohenzollern bis 1918 getragen.

„Melanchthon hat den Lehrplan für eine Pommernprinzessin geschrieben“, macht Jeromin neugierig. Auch das wird in der Ausstellung vermittelt. Gezeigt werden ferner die Erstausgabe des Psalmenkommentars des pommerschen Reformators Johannes Bugenhagen und eine Bibel mit Ziegenledereinband von 1670, auf dem „Gützkower Kirche“ geprägt ist.

Erster evangelischer Pastor war übrigens Balthasar Offenberg (1554 bis 1560), der vom damaligen Generalsuperintendenten und Greifswalder Professor Jakob Runge in sein Amt eingeführt wurde.

Die Besucher der Ausstellung werden mehr über die Einkünfte der Gützkower Geistlichen in der Ausstellung erfahren. Der Gützkower Pfarrer wird bis ins 20. Jahrhundert als Pleban bezeichnet. Das hängt mit den Einkünften aus einem Owstiner Acker für den pommerschen Generalsuperintendenten zusammen. Laut der schwedisch-pommerschen Staatskunde war der Generalsuperintendent Präpositus der Greifswalder Synode und Pleban zu Gützkow. Für die Ausübung dieses Amtes setzte er einen Vizepleban ein. Deshalb spricht man bis heute in Bezug auf St. Nikolai von Plebanatskirche.

Mehr dazu erfahren Besucher in der Ausstellung, die bis Ende des Jahres geöffnet sein wird. eob

OZ

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