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Greifswald Für Toleranz und gegen Rassismus
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00:10 30.04.2018
Bettina Appel vom Bündnis „Greifswald für alle“ und Volker Schulz vom DGB. F.: C. WEIKUSAT
Greifswald

Zum dritten Mal wird das Bündnis „Greifswald für alle“ zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) das „Greifswalder Kulturfest“ am 1. Mai veranstalten. Mehr als 30 Vereine, Initiativen, Parteien und Organisationen wollen auf dem Marktplatz ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus setzen. Darunter die Evangelische Kirche, Amnesty International, das Theater Vorpommern und das Aktionsbündnis „Queer“. Sie alle setzen sich für ein friedliches, von Vielfalt und Respekt geprägtes Leben in der Hansestadt ein.

Programm des Kulturfestes

Während auf der Bühne insgesamt sieben Bands und Musiker wie „Miller Family“ (Folk-Pop), „Peachnuts“ (Rock und Pop) und die „Strittmatters“ (Blues) stehen, gibt es für die kleinen Kulturfestler Kinderschminken, eine Hüpfburg, Malangebote und in diesem Jahr neu – ein kleines Zirkusprogramm.

Los geht’s um 13 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz.

Neben mehreren regionalen Bands wie „Boogie Trap“ oder „Pete & Kloppenburg“ erwartet das Bündnis auch besondere überregionale Gäste: „Die ,Tommy Schneller Band’ wird aus Osnabrück anreisen“, kündigt Christoph Volkenand an. Damit soll auch das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Greifswald und der 160000-Einwohner-Stadt in Niedersachsen gefeiert werden, berichtet das Bündnismitglied weiter. Die Blues-Musiker gewannen bereits mehrere Auszeichnungen, darunter den German Blues Award zuletzt im Jahr 2014. „Nicht nur die ,Tommy Schneller Band’, auch alle anderen Musiker verzichten auf eine Gage. Das ist für uns natürlich sehr wichtig. Ansonsten wäre das Fest in so einem Rahmen nicht möglich“, sagt Volkenand.

Überregional wird es in diesem Jahr nicht nur musikalisch, sondern auch bei den Themen: So wird über bezahlbaren Wohnraum, faire Gehälter und die #Metoo-Debatte, diskutiert, die sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt thematisiert, erklärt Bettina Appel vom Bündnis. Unter anderem werden dafür Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), zugleich Schirmherr der Veranstaltung, Dirk Barfknecht vom Mieterschutzverein und der Regionalgeschäftsführer der DGB, Volker Schulz, ans Rednerpult vor die Besucher treten.

Der 54-jährige Schulz freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Bündnis. Noch vor wenigen Jahren veranstaltete der Gewerkschaftsbund eine 1. Mai-Kundgebung am Museumshafen – mit mäßigem Erfolg. Denn nur wenig junge Leute fanden den Weg zur Veranstaltung, auf der Workshops unter anderem zum Thema Arbeitsbedingungen angeboten wurden. Mit dem Greifswalder Kulturfest erreiche die DGB mehr Leute.

„Uns ist es wichtig, dass die Menschen sich nicht unter Wert verkaufen und sich politisch nicht ausbeuten lassen“, so Schulz.

Dass das Kulturfest jährlich immer weiter wächst, zeigen die steigenden Besucherzahlen. „Wir erwarten in diesem Jahr fast 4000 Gäste“, so Schulz. Einige Institutionen werden zum ersten Mal mit einem Stand auf dem Marktplatz vertreten sein. „Besonders freuen wir uns über die Greifswalder Sternwarte, die ein Teleskop für die Besucher bereit stellen wird“, so Appel. Auch die Bürgerinitiative „Museumshafen bleibt grün“, die sich gegen die Bebauung der beliebten Greifswalder Freizeitmeile einsetzt, kommt dieses Jahr neu hinzu. Denn, so betont Volkenand, „es ist ein Fest von Greifswaldern für Greifswalder“.

Christin Weikusat

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