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GFC nach Elfmeterkrimi im Viertelfinale

GFC nach Elfmeterkrimi im Viertelfinale

Greifswalder Fußballer setzen sich im Landespokal gegen Rostocker FC mit 6:3 durch

Rostock/Greifswald . Im Fußball-Landespokal lieferten sich der Rostocker FC und der Greifswalder FC im Achtelfinale eine packende Partie. Das Spiel war weder nach 90 noch nach 120 Minuten zu Ende. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Erst nach dem Elfmeterschießen stand fest, dass Greifswald sich für das Viertelfinale qualifiziert hatte. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Marco Kröger trat zum ersten Elfmeter an und verwandelte sicher. Rostocks Schütze scheiterte an der Querlatte. Andre Gellentin blieb cool und schoss eiskalt in die Mitte zum 2:4. Rostock traf zum 3:4. Frank Rohde verwandelte den dritten GFC-Elfmeter. Nachdem RFC-Kapitän Rosenkranz am Tor vorbeischoss, hatte Routinier Sven Hartwig die Chance zur Entscheidung. Der 32-Jährige ließ sich nicht verunsichern und bezwang RFC-Torhüter Heskamp. Die Freude beim GFC-Team war riesengroß und die Mannschaft feierte den Einzug in die nächste Runde.

Sven Hartwig war nach dem Spiel überglücklich: „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Dieser Sieg war verdammt wichtig für unser Team.“ Auch GFC-Trainer Hagen Reeck war zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft: „Ich kann meinem Team nur ein großes Lob aussprechen. Mehr muss man zu dieser Leistung nicht sagen.“

Vor diesem erfolgreichen Auftritt des Greifswalder FC gab es seitens der Verantwortlichen doch einige Bedenken. Da die Partie wegen schlechter Witterungsbedingungen um eine Woche verschoben werden musste, fehlte beim vorpommerschen Verbandsligisten eine Reihe von Stammspielern wegen Arbeitsverpflichtungen, Erkrankungen oder Verletzungen. Aufgrund dieser Umstände wurde Alexander Glandt von der Landesliga-Reserve des GFC im Pokal eingesetzt. Der 36-Jährige ging über 120 Minuten volles Tempo und machte eine solide Partie.

Mit dem enormen Pressing des Greifswalder FC kam der Rostocker FC in der Anfangsphase überhaupt nicht klar. Der Gastgeber kam zwar immer wieder in Bedrängnis, traf aber mit der ersten Offensivaktion zum 1:0. Nach einer Ecke stieg Ben-Cadi am höchsten und ließ GFC-Keeper Christian Person keine Abwehrchance. Der GFC steckte nicht auf und spielte weiter nach vorn, ohne aber zu einem richtig gefährlichen Torabschluss zu kommen.

Das änderte sich im zweiten Spielabschnitt. Nach einem Foul an Alexander Glandt im Strafraum, trat Marco Kröger zum Elfmeter an und verwandelte sicher. Der RFC geriet nun immer mehr in Bedrängnis und musste nach 71 Minuten dem 1:2 hinterherlaufen. Frank Rohde kam nach einem abgewehrten Ball an der Strafraumgrenze zum Schuss und erzielte die verdiente Führung für den GFC.

Rostock hatte in der gesamten Partie nicht viele Szenen vor dem Kasten des GFC-Schlussmanns, kam aber in der 82. Minute zum 2:2. Nach einem Angriff über die linke Abwehrseite des GFC kam der Ball über Umwege zu Rokita, der dann auch traf. Die Partie ging somit in die Verlängerung. Nach 110 Minuten musste Rostock mit einem Mann weniger auskommen. Johannes Richter kassierte nach einem Foul am eingewechselten GFC-Stürmer Schadofske die zweite Gelbe Karte und musste den Platz verlassen. Auch danach standen die Abwehrreihen sicher und es ging ins Elfmeterschießen, das der Greifswalder FC souverän gewinnen konnte.

Daniel Gutmann, der sportliche Leiter des GFC, war zufrieden: „Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem es hin und her ging. Ich denke, dass wir am Ende der verdiente Sieger sind.“ Mit dem Sieg zieht der Greifswalder FC ins Pokalviertelfinale ein, das am 28. Dezember 2016 im Zuge der Futsalmasters in der Sport- und Kongresshalle Schwerin ausgelost wird.

GFC: Person – Glandt, Berger, Henkel, Gellentin, Bütterich (106. Schadofske), Selchow (80. Chougourou) , Kröger, Rohde, Gutjahr, Hartwig

Tore: 1:0 Ban-Cadi (18.), 1:1 Kröger (54. Elfmeter), 1:2 Rohde (71.), 2:2 Rokita (82.)

Elfmeterschießen: 2:3 Kröger, Rostock verschießt, 2:4 Gellentin, 3:4 Maletzke, 3:5 Rohde, Rostock verschießt, 3:6 Hartwig

Philipp Weickert

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