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GFC schrammt an Sensation vorbei

Rostock/Greifswald GFC schrammt an Sensation vorbei

Greifswalder unterliegen im Landespokal den Profis vom FC Hansa mit 2:3 nach Elfmeterschießen.

Rostock/Greifswald. Als Frank Rohde für den Greifswalder FC im Entscheidungsschießen das 2:0 erzielte, war die große Überraschung ganz nah. Der Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga war kurz davor Drittligist FC Hansa Rostock aus dem Landespokal zu schmeißen. Dem Außenseiter versagten auf den Zielgeraden jedoch die Nerven. Der GFC musste sich im Viertelfinale dem FCH mit 2:3 (0:0, 0:0) nach Elfmeterschießen geschlagen geben.

Zu einem der Helden hätte Greifswalds Torhüter Christian Person am Ostermontag werden können. Nach torlosen 120 Minuten parierte der 36-Jährige im Elfmeterschießen die ersten beiden Rostocker Strafstöße von Soufian Benyamina und Fabian Holthaus. „Ich dachte, dass wäre die halbe Miete gewesen, wenn man zu dem Zeitpunkt auch noch 2:0 führt“, beschrieb der Schlussmann seine Gefühle in der spielentscheidenden Phase.

Nachdem Marco Kröger den ersten Greifswalder Strafstoß in den Sand gesetzt hatte, scheiterten trotz der 2:0-Führung noch Sven Hartwig und John Berger vom Punkt. „Ich mache meinen Mitspielern überhaupt keinen Vorwurf. Jeder kann mal einen Elfmeter verschießen“, nahm Person seine Teamkameraden in Schutz.

Der Torwart lobte dafür umso mehr den Einsatz seiner Vorderleute. Die Greifswalder machten dem FC Hansa vor 900 Zuschauern im Rostocker Volksstadion das Leben schwer. Während die Gastgeber zwar spielbestimmend waren, aber nur zu wenigen Chancen kamen, setzte der GFC immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nick Lösel gehörte auf Seiten des Verbandsligsten zu den Akteuren, die in der Offensive immer wieder für Unruhe sorgten. „Wir wollten mutig agieren, uns nicht hinten reinstellen“, sagte der 26-Jährige, meinte aber auch: „Wenn du gegen Hansa gewinnen willst, musst du auch eine deiner Möglichkeiten nutzen.“

Eine der besten Gelegenheiten hatte Sebastian Olszar für den GFC in der Schlussphase. Er scheiterte jedoch an Hansas Keeper Samuel Aubele. Nachdem in der regulären Spielzeit kein Tor gefallen war, ging es in die Verlängerung.

Dort hatten die Greifswalder zu Beginn Glück, als Ronny Garbuschewski für Hansa den Querbalken traf. In der restlichen Spielzeit ließen die Gäste jedoch nichts mehr anbrennen. „Wir haben gezeigt, dass wir Fußball nicht nur spielen, sondern auch kämpfen können“, lobte GFC-Coach Hagen Reeck.

Trotz der verpassten Chance auf das Weiterkommen, überwiegte bei ihm der Stolz für einen starken Auftritt seiner Schützlinge. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen und mächtig Widerstand geleistet“, kommentierte der 57-Jährige und ergänzte: Leider hat uns im Elfmeterschießen die Abgeklärtheit gefehlt.“

Den Greifswalder Kickern bleibt nicht lange Zeit, um an das bittere Pokal-Aus zu denken. Bereits am Freitagabend steht das Verbandsliga-Heimspiel gegen den FC Förderkader René Schneider auf dem Programm.

Als Tabellenführer hat der GFC nur noch drei Punkte Vorsprung vor dem Torgelower FC Greif, der durch zwei Siege am Osterwochenende mächtig rangerückt ist. „Gegen den Förderkader müssen wir wieder abliefern und wollen eine gute Leistung zeigen“, fordert Reeck.

Auch Außenbahnkicker Lösel richtete nach dem Pokalspiel den Fokus schnell auf den Liga-Alltag: „Wir haben mit dem Oberliga-Aufstieg ein Ziel vor Augen und werden in den restlichen Partien alles dafür geben“, verspricht der Rechtsfuß.

Greifswalder FC: Person – Kröger, Henkel, John Berger, Bütterich – Hartwig, Gutjahr – Lösel, Sendroiu (66. Rohde), Olszar (112. Selchow) – Jovanovic.

Tore: keine.

Elfmeterschießen: Kröger scheitert an Aubele, Benyamina scheitert an Person, 0:1 Jovanovic, Holthaus scheitert an Person, 0:2 Rohde, 1:2 Wannenwetsch, Hartwig scheitert an Aubele, 2:2 Gebhart, John Berger schießt rüber, 3:2 Garbuschewski.

Schiedsrichter: Jan Scheller (Waren (Müritz)).

Zuschauer: 900.

Johannes Weber

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