Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Gelbe Klumpen beschäftigen Rettungskräfte
Vorpommern Greifswald Gelbe Klumpen beschäftigen Rettungskräfte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 14.05.2016
Diese gelben Klumpen wurden an den Strand gespült.

Eine rätselhafte Substanz verschmutzt seit Donnerstagabend den Strand und die Ostsee bei Koserow. Am Abend meldete Koserows Bürgermeister René König die Verschmutzung bei der Polizei. Umweltamt, Wasserschutzpolizei und die freiwillige Feuerwehr des Ortes rückten aus, um gegen die Verschmutzung zu kämpfen. Auf einer Länge von etwa drei Kilometern fanden die Helfer stark nach Schmierfett riechende gelbe Klumpen.

Zur Galerie
Passanten entdecken in Koserow Dreck am Strand / Laut Polizei könnte er von Schiffen kommen / Nordostwind trieb die Masse an / Bauhof reinigt den Abschnitt

Proben wurden zur Untersuchung nach Greifswald in ein dafür zuständiges Labor geschickt. Erste Ergebnisse werden jedoch erst am Dienstag nach Pfingsten erwartet. Bis zum Einsetzen der Dunkelheit war die Feuerwehr am Abend damit beschäftigt, das bislang unbekannte Zeug einzusammeln. „Im ersten Augenblick dachte ich an Paraffin, aber das bestätigte sich zum Glück nicht“, sagte Bürgermeister König.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stammen die Reste von Schiffen. „Man kann nachverfolgen, welche Schiffe vor Usedom fahren. Diese Daten werden gespeichert. Zum Beispiel ein Gastanker, der auf dem Weg nach Swinemünde war. Dass er es tatsächlich war, ist unwahrscheinlich. Man weiß nicht, wie lange die gelben Klumpek schon auf der Ostsee trieben“, sagte Kriminalhauptkommissar Herbert Schalau von der Wasserschutzpolizei in Wolgast.

Eine Gefahr für die Strandbesucher vermuten die Experten bislang nicht. „Man konnte es ganz leicht abwischen“, erklärte Bürgermeister König. Gestern waren mehrere Mitarbeiter des Bauhofes damit beschäftigt, die Reste zu beseitigen. Laut Kurverwaltung war der Hauptstrand nicht betroffen.

An den Stränden seien in der Vergangenheit immer wieder Paraffinklumpen aufgetaucht, die beim Auswaschen von Schifftanks entstehen könnten, wie der Polizeisprecher erklärte. Paraffin sei aber heller als diese Funde.

Paraffin, Phosphor und Co.

Für Aufsehen hatten auch schon Phosphorklumpen gesorgt, die Urlauber nach Nordostwinden fanden und mit Bernstein verwechselten. Diese Klumpen stammen aus versenkter Brandmunition aus dem Zweiten Weltkrieg und entzünden sich in trockenem Zustand.

Paraffine sind gelbliche Wachsbrocken. Dieses Material wird unter

anderem genutzt, um Seifen oder

Kerzen herzustellen.

Bernsteine bestehen aus fossilem Harz, sind durchsichtig und gelbscheinend.

Hannes Ewert und Tilo Wallrodt

Pfingsten finden in Greifswald noch einmal Jugendweiheveranstaltungen statt / In der Marienkirche und Gotteshäusern auf dem Lande wird gleichzeitig konfirmiert

14.05.2016

Trotz stark zurückgehender Flüchtlingszahlen soll das neue Flüchtlingsheim in der Brandteichstraße in Kürze bezogen werden.

14.05.2016

Verfahren wird nach Zahlung von 150 Euro eingestellt

14.05.2016
Anzeige