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Greifswald Gelbe Säcke werden wieder wöchentlich abgeholt
Vorpommern Greifswald Gelbe Säcke werden wieder wöchentlich abgeholt
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16:03 12.02.2019
Gelbe Säcke lagen im Januar tagelang in der Breitscheidstraße Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Gute Nachrichten für die Bürger der Südlichen und der Nördlichen Mühlenvorstadt: Ab nächsten Montag werden die Gelben Säcke wie in den Jahren vor 2019 einmal in der Woche abgeholt. In allen anderen Stadtteilen bleibt es, wie es ist. Der Wechsel auf einmal in 14 Tagen hatte zu Protesten geführt. Die für die Abholung zuständige Greifswald Entsorgung GmbH (GEG) hatte das damit begründet, dass diese 14-tägige Abholung den Ausschreibungsbedingungen des für die Leichtverpackungen zuständigen Dualen Systems Deutschland entspreche.

„Wir haben noch einmal beraten und die Verhältnisse in der Mühlenvorstadt geprüft“, sagt GEG-Geschäftsführer Uwe-Andersen Hoth, der bisher eine Rückkehr zum alten System abgelehnt hatte. „In einigen Bereichen fehlen den Anwohnern Lagermöglichkeiten für die Gelben Säcke.“ Es gebe aber auch noch einen zweiten Grund, so Hoth. „Ich möchte nicht, dass die Gelben Säcke Thema des Wahlkampfes für die Bürgerschaft werden. Es gibt so viele andere wichtigere Themen.“

Das Zeug dazu haben die Gelben Säcke. Die Greifswalder Bürgerschaft sollte bereits auf ihrer Sitzung am 21. Februar die Weichen dafür stellen, dass zum Wochenzyklus zurückgekehrt wird. Zuständig für die Abfallentsorgung ist seit der Kreisgebietsreform das Landratsamt. Darum richtet sich der Appell an den Kreistag und Landrat Michael Sack (CDU). Die Initiative für die Rückkehr zum alten Verfahren ging von dem Greifswalder SPD-Bürgerschafts- und Kreistagsabgeordneten Erik von Malottki aus. Seines Erachtens besteht genug finanzieller Spielraum, die GEG macht Gewinne, für 2018 wurde mit über 400.000 Euro geplant. Die SPD-Fraktion folgte von Malottkis Initiative.

Der Antrag der Sozialdemokraten geht noch weiter. Es soll die Einführung einer kostenlosen gelben 1100-Liter-Tonne in der Innenstadt, der Mühlen- und der Fleischervorstadt geprüft werden. „Kostenlos sind die gelben Tonnen sowieso“, stellt Hoth fest. „Auf den Innenhöfen des Reko-Gebietes stehen sie schon.“ Aber für die großen Behälter fehle in der Regel ein Platz in der Nähe der Wohnungen. Nach allen Erfahrungen sei es aber für die Sauberkeit gut, wenn der Weg nicht zu weit sei.

Eine Alternative sind die 240-Liter-Tonnen, die es in der Innenstadt und den historischen Vorstädten gibt. „Wir bieten sie erfolgreich zu günstigen Preisen an“, so der GEG-Geschäftsführer. Ob Platz da ist, könnten Eigentümer und Mieter prüfen. „Da das Abholen der Säcke nur für drei Jahre ausgeschrieben wird, ist der Kauf so vieler Tonnen für uns nicht wirtschaftlich“, so Hoth. Eine 240-Liter-Tonne koste fast so viel wie 1000 Säcke. Bei einem Sack pro Woche wären also etwa 19 Jahre bis zur Amortisierung nötig. Außerdem klagen alle neun Dualen Systeme seit diesem Monat gegen die Vorgabe der Stadt Velbert, auf Gelbe Tonnen umzustellen. Bis zur Entscheidung der Gerichte vergehen sicher Jahre.

Eckhard Oberdörfer

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