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Geschichtswissen gefragt beim Bierkastenlauf

Bierkastenlauf mit dem Bollerwagen, Go-Kart-Fahrt und Traktortour: So bunt war der Herrentag im Landkreis Geschichtswissen gefragt beim Bierkastenlauf

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Ronny, Michael, Michael, Mirko, Maik und Thomas (v.l.) hatten Spaß auf ihren Go-Karts.

Quelle: Hannes Ewert

Greifswald. Spaß, Alkohol und Fragen rund um die Geschichte der Hansestadt standen im Mittelpunkt des sogenannten Bierkastenlaufs, den die Greifswalder Studenten Sven Christiansen, Moritz Lingen und Alexander Kubalczak schon in diesem Jahr zum dritten Mal am Herrentag veranstaltet haben. Gemeinsam mit etwa 15 Freunden, einem Eimer Sangria, einer Musikanlage und mehreren Kästen Bier zog der Trupp gestern durch die Innenstadt.

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Mit dem Traktor ab nach Lüssow

Bei diesem Herrentagsausflug waren Damen ausdrücklich erwünscht. Bereits am Vormittag starteten acht Traktoren in Gützkow zu einer gemeinsamen Ausfahrt zum Landgut Lüssow. Angeführt wurde die Kolonne von Horst Knoll, dessen Traktor einen Wagen des Gützkower Carneval-Clubs 1986 zog. Dort hat die lustige Truppe gegrillt.

Chefin über die fünf zu lösenden Aufgaben war Franzi Jurzok, die in Greifswald eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistenten macht. Sie führte ihre Freunde schon bei der ersten Aufgabe aufs Glatteis. Gesucht wurde die älteste Ratsapotheke im norddeutschen Raum. „Sie wurde 1359 erstmals nachgewiesen“, verrät Franzi Jurzok. Als die Gruppe vor der heutigen Ratsapotheke am Markt stand, ohne dass dort ein neuer Hinweis zu finden war, mussten sie den Irrtum einsehen. Mehrere Nachfragen bei Passanten liefen ins Leere. Aber schließlich fanden sie doch den richtigen Ort. Die erste Ratsapotheke war im Haus des heutigen Uni-Ladens.

„In den letzten beiden Jahren sind vier Teams gegeneinander angetreten. Wer die Route zuerst abgelaufen war, alle Aufgaben gelöst und den Kasten Bier geleert hatte, hatte gewonnen“, erklärt Franzi Jurzok. In diesem Jahr sind die Freunde erstmals als eine große Gruppe gelaufen. kat

Muskelkraft beim Trabiziehen

Hunderte Trabant-Liebhaber aus ganz Deutschland feierten den Herrentag beim weltweit größten Trabi-Treffen auf dem Flugplatzgelände von Anklam. Die stolzen Zweitakt-Besitzer reisten aus nah und fern an, um ihre, zum Teil restaurierten Lieblinge zu präsentieren. Die Rennpappen, wie der Volksmund auch sagt, gab es in allen Farben und Variationen zu bestaunen. Trabifan Horst war aus Köthen (Sachsen-Anhalt) sechseinhalb Stunden unterwegs. Seine Pappe aus dem Baujahr 1981 hat er sich vor drei Jahren gekauft. „Ich finde es hier total spitze“, so Horst.

Selbstverständlich wurde an den Autos auch geschraubt und gebastelt. Der Spaß durfte ebenfalls nicht fehlen: Beim Trabiziehen auf Zeit und beim Getriebeweitwurf war am gestrigen Nachmittag viel Muskelkraft gefragt. Am Samstagnachmittag kann man Damen beim Sexy-Carwash über die Schulter sehen, heißt es im Programm. Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung wird am Samstag die Ausfahrt mit bis zu 500 Trabis durch das Anklamer Umland sein.

Über die Insel mit dem Go-Kart

Erst eine Stunde zu Fuß von Koserow nach Kölpinsee gehen, dann mit dem Go-Kart den Kölpinsee umrunden und anschließend grillen — diesen Plan hatte gestern das sächsisch-rheinisch- schweizerische Urlaubergespann auf der Insel Usedom. „Wir machen diese Tour seit 16 Jahren und sind immer wieder gerne auf Usedom. Wir sind ein eingeschworener Freundeskreis.

Unsere Frauen und Kinder haben wir natürlich zu Hause gelassen. Die machen heute ihr eigenes Ding“, sagt Maik aus Dresden.

Von Bollerwagen und Bierflaschen hielt das Männertrio gestern wenig. „Wir sind lieber sportlich unterwegs“, erklärt er. Ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Motorrad oder dem Bollerwagen — auf der Insel Usedom war auf allen Straßen viel los. Und das spürten auch die Touristiker. „Die Ferienwohnungen sind bis zu 50 Prozent ausgebucht“, sagt Esther Schulze von Bäder-Tourist aus Zinnowitz.

Das Verkehrsaufkommen war vor allem auf den Routen in Richtung Usedom erhöht, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Auch die Rad- und Wanderwege waren stark frequentiert. „Es genießen einfach viele Menschen das gute Wetter“, sagte ein Polizeisprecher.

Von cn

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