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Greifswald Gesperrter Sportplatz wird endlich saniert
Vorpommern Greifswald Gesperrter Sportplatz wird endlich saniert
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00:00 10.10.2018
Christian Tambach (links) und Markus Reger zeigen den Plan für die Erneuerung des Sportplatzes. Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Seit fast zweieinhalb Jahren ist der Heinrich-Range-Sportplatz in der Hans-Fallada-Straße wegen akuter Unfallgefahr gesperrt. Die alte Tartanbahn ist wellig und schon bei geringer Nässe extrem rutschig. Als zweiten Grund für die Sperrung gab die Uni als Eigentümer an, dass die Rasenfläche wegen der Unebenheiten nicht mehr für Ballsportarten geeignet sei.

Das ändert sich jetzt. In einem Jahr wird der 1994 nach dem pommerschen Turnvater Heinrich Range benannte Platz nach einer Runderneuerung in Regie des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) komplett runderneuert sein. In diesem Jahr werden 323000 Euro und im nächsten noch einmal 512000 Euro investiert, informiert Christian Tambach. Er ist Leiter des Referats Bau und Technik der Uni. Nach Angaben des BBL Greifswald wird die gesamte Baumaßnahme etwa ein Jahr dauern. „Noch 2018 wird ein neuer Zaun aufgestellt“, informiert Tambach. So soll unter anderem der Missbrauch des Rasens als Hundeklo verhindert werden.

Die Mittel stammen aus dem Topf für Bauunterhaltung, so Markus Reger, kommissarischer Chef der Abteilung Hochschulsport. Der Platz wird künftig vor allem aus einer großen Rasenfläche und einer Multifunktions-Tartanfläche bestehen. „Auf dem Rangesportplatz wird man Volleyball, Basketball, Fußball und Handball spielen können“, erläutert Reger. „Außerdem wird eine größere Sandfläche geschaffen.“ Dort werde man Beachvolleyball, Beachsoccer und Beachhandball spielen können. Diese Sportarten liegen im Trend und werden namentlich von Studenten stark nachgefragt. Reger hofft, dass die Einweihung des erneuerten Platzes zum Wintersemester 2019/20 mit einem Sportfest erfolgen kann. Das könnte in Verbindung mit einem Gesundheitstag geschehen, regt Unisprecher Jan Meßerschmidt an.

Nach Regers Einschätzung ist der Platz an der Falladastraße seit drei Jahrzehnten reif für eine Erneuerung. Aber das Geld war nie da. Vor fünf Jahren wurden die Sanierungskosten auf rund eine Million Euro geschätzt (die OZ berichtete).

Lange Jahre hat die Leichtathletik maßgeblich das Leben auf dem Sportplatz bestimmt. Aktive konnten sich hier nicht nur im Speerwerfen, Hindernislauf oder Kugelstoßen messen, sogar Stabhochsprung war möglich. Von den dafür notwendigen Anlagen sind nur noch Reste übrig, die jetzt wie die Schuppen beseitigt und entsorgt werden. Auch das Ende der in den 1970er-Jahren gebauten Tartanbahn kommt. Sie war in der DDR an einer Hochschule einmalig.

„Für Leichtathletik werden wegen der vielen Disziplinen auch viele Übungsleiter benötigt“, führt Markus Reger aus. Die müssten erst einmal gewonnen werden. Außerdem sei die Nachfrage gering. Der Trend gehe zu Individualsportarten wie Laufen. Hochschulsport wird in Greifswald nach dem Ende der Sportwissenschaft nur mit sehr geringem hauptamtlichen Aufwand betrieben. Die Abteilung ist an der Philosophischen Fakultät angesiedelt. Der letzte Leiter, Armin Köhler, verließ Greifswald 2017. Die erste Ausschreibung für den Nachfolger war nicht erfolgreich. Eine Neuausschreibung sei erforderlich, so Reger. „Es läuft gegenwärtig im Hochschulsport gut“, betont der kommissarische Leiter aber, der Geschäftsführer der Philosophischen Fakultät ist. „Die Kurse sind nach einigen Veränderungen jetzt besser ausgelastet als früher, wir stoßen mit unserer Sportstätte an Kapazitätsgrenzen.“ Eine neue Halle wäre schön, aber nicht finanzierbar. Zunächst müsse die Uni in ihre Kernaufgaben Forschung und Lehre investieren. Chancen sieht Reger in einer besseren Kooperation mit dem Schulsport in Sachen Platz- und Hallennutzung. „Wir sind dazu bereit“, sagt er.

Bei einer Auslastung von 95 Prozent der Kurse im letzten Sommersemester könne man auch nicht einfach eine beliebteste Sportart benennen. „Fitness ist sehr gefragt“, sagt Reger. Unsere Angebote beim Wassersport wie Segeln und Surfen sind immer sofort weg.“

Eckhard Oberdörfer

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