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Greifswald Gesundheitsmanagement fürs Land etablieren
Vorpommern Greifswald Gesundheitsmanagement fürs Land etablieren
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00:00 26.08.2013
Reiner Biffar. Quelle: eob
Greifswald

Nur vier Prozent der über 4500 Mitarbeiter des Gesundheitsverbundes Vorpommern nehmen an Kursen zur Gesundheitsförderung teil. Das hört sich nach einem schlechten Wert für die Universitätsmedizin Greifswald und ihrer 15 Töchter an. „Vier Prozent ist nicht ungewöhnlich“, schätzt Prof. Rainer Biffar, wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin, ein. Aber es sei natürlich viel zu wenig. Der demografische Wandel erhöhe die Bedeutung der Gesundheitsförderung der Mitarbeiter, die länger und möglichst fit ihrer Arbeit nachgehen. Und mit Gesundheitsförderung lässt sich in MV, dem „Gesundheitsland Nummer 1“, künftig sicher mehr Geld verdienen als bisher, können Arbeitsplätze durch neue Angebote geschaffen werden. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von der Beratung, beispielsweise zur Arbeitsplatzgestaltung, über neue Betreuungskonzepte bis hin zu Angeboten für Aktivurlaub.

„Als Zahnmediziner bin ich ja Präventionsarzt“, sagt Biffar. „Das ist ein Grund, warum ich mir dieses Projekt besonders auf die Fahne geschrieben habe.“ Angebote zur Gesundheitsförderung seien auch ein weicher Standortfaktor, ist er überzeugt.

„Wir wollen Akzente auf diesem Gebiet für das Land setzen und die Ergebnisse unserer Forschung für das Land noch besser nutzbar machen“, sagt Biffar. „Erste Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium laufen. In Schwerin denkt man ähnlich. Wir diskutieren über Gesundheitsförderung mit Unternehmen und Politikern der Region.“ Die Entscheidung über ein großes Gesundheitsförderungsprojekt als Initialzündung falle 2013. „Wir haben unseren Hut in den Ring geworfen.“

Und die Greifswalder Unimedizin habe in Sachen Vorbeugung einiges beizutragen, wirbt er. Dazu gehörten beispielsweise die Ergebnisse der Community Medicine, insbesondere zur Gesundheit der Vorpommern. Biffar nennt die mit mobilen Untersuchungszentren gesammelten Erfahrungen, die Beratung von Suchtkranken per SMS und anderes mehr.

eob

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