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Greifswald Gewerkschaft will Billiglöhne abschaffen
Vorpommern Greifswald Gewerkschaft will Billiglöhne abschaffen
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00:00 13.07.2013
Trassenheide

Die Billiglöhne im Landkreis Vorpommern-Greifswald sorgen für leere Kassen bei den Händlern der Region. Weil bei uns 38 200 Menschen für weniger als 8,50 Euro schuften, müssen sie beim Einkaufen jeden Cent zweimal umdrehen. Das geht aus einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover im Auftrag zweier Gewerkschaften hervor. Demnach würde durch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro die Kaufkraft um rund 97,9 Millionen Euro steigen. „Niedriglöhner können am Leben nicht teilnehmen. Das fängt beim Bus- und Bahnticket an. Auch für Kino oder Schwimmbad reicht das Geld oft nicht“, sagt Bernd Gembus, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Neubrandenburg. Er wertete die Studie als Argument für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Hotelier Frank Römer von der Seeklause in Trassenheide glaubt, dass durch einen Mindestlohn viele Unternehmen auf Usedom Mitarbeiter entlassen oder gar schließen müssten.

„Auch für uns wäre das ein Problem“, sagt er. Derzeit liegt der Durchschnittslohn im Hotelbereich bei 6,80 Euro. Römer kündigt an: „Wenn ein Mindestlohn eingeführt wird, dann setzen wir ihn auch um.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Gast dann auch die höheren Zimmerpreise bezahlt.“ Die SPD-Fraktion des Kreistags plant unterdessen einen neuen Versuch, die Vergabe von Aufträgen des Landkreises an einen Mindestlohn zu koppeln. Auf einer Baustelle des Kreises dürften dann keine Billigarbeiter mehr beschäftigt werden. „Ich erwarte den Widerstand der Bürgermeister, weil auch sie dann mehr Geld für Aufträge ausgeben müssen“, sagt der SPD-Politiker Günther Jikeli. Ein erster Versuch war 2012 gescheitert, weil nicht alle rechtlichen Fragen geklärt waren. Der stellvertretende Landrat Jörg Hasselmann betont, bereits jetzt darauf zu achten, dass Firmen im Auftrag des Kreises ihre Leute vernünftig bezahlen. „Auch wenn wir wenig Geld haben, sollten wir nicht an der falschen Stelle sparen“, sagte er.

Alexander Müller

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