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Greifswald Görmin kann Greifswalder Kindern helfen
Vorpommern Greifswald Görmin kann Greifswalder Kindern helfen
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16:48 25.10.2018
Bürgermeister Stefan Zobel (rechts), Lehrerin Katja Michalowsky und Schulleiterin Jutta Lüdemann Quelle: Eckhard Oberdörfer
Görmin

Die Greifswalder Grundschulen platzen aus allen Nähten, die Klassen sind voll, Hortkapazitäten fehlen. Die Hansestadt will darum sogar eine neue Grundschule mit Orientierungsstufe an der Osnabrücker Straße bauen (die OZ berichtete).

Zumindest bis diese im nächsten Jahrzehnt eröffnet wird, könnten die Görminer helfen. In dem zwischen Greifswald und Loitz gelegenen Dorf gibt es eine kleine Grundschule mit Turnhalle im Grünen. Auch der Hort, die Kindertagesstätte und der Schulgarten befinden sich auf dem ruhig gelegenen Gelände nahe der Durchfahrtstraße. Insgesamt werden hier derzeit nur 48 Schüler in Klassen mit zehn bis 13 Kindern unterrichtet, erzählt Schulleiterin Jutta Lüdemann. Es gibt im Haus eigene Räume für Kunst, für Ergo- und Logopädie, für Werken und für Rechner.

Weil sich die vier Stammlehrer bei so kleinen Klassenstärken sehr individuell um ihre Schützlinge kümmern können, werden zwei Kinder mit Auffälligkeiten aus Greifswald und Dersekow nach Görmin zum Unterricht gebracht, erzählt Jutta Lüdemann. Die von ihr geleitete Einrichtung sei eine volle Halbtagsschule mit vielen Angeboten, Arbeitsgemeinschaften von Handarbeit bis Kochen und Backen, Sport und so weiter nach dem Unterricht. Sogar ein Wechsel je nach Lernfortschritt sei für bestimmte Fächer zwischen den einzelnen Klassenstufen möglich“, erzählt Katja Michalowsky, Lehrerin für Sport, Mathe und Englisch.

Schülerverkehr könnte problematisch sein

Obwohl die Prognosen für die Zahl der Schüler in den nächsten Jahren etwa anderes sagen, sei es schwierig erste Klassen zu bilden, bedauert Lüdemann. Der Einzugsbereich ist klein, schon in Dersekow und Loitz gibt es die nächsten Grundschulen. Darum bietet Görmin an, Greifswalder Schüler zu unterrichten.

Grundsätzlich sollen Grundschüler indes die die örtlich zuständige Schule, in Greifswald das gesamte Gemeindegebiet für alle Grundschulen, besuchen. Die Kreisstadt könnte aber den Besuch anderer Schulen zulassen, wenn es dafür triftige Gründe gebe, so Bärbel Lenuck, Mitarbeiterin der Pressestelle. Verpflichten könne man aber niemand. Eine Vereinbarung zwischen Greifswald und Görmin sei grundsätzlich möglich, sagt Lenuck. Greifswald müsste aber Schullastenausgleich an Görmin zahlen, erinnert sie. Bisher gebe es keine Verhandlungen.

Einigung bei Schullasten möglich

„Bei den Schullasten würden wir Greifswald entgegenkommen, sodass nur tatsächlich anfallende Kosten bezahlt werden müssten“, sagt Görmins Bürgermeister Eckhard Zobel. „Da können wir uns sicher auf bestimmte Summen einigen.“ Er ist überzeugt, dass sich eine Schulbuslinie zum Anfang des Unterrichts und dem Ende der vollen Halbtagsschule gegen 14 Uhr rechnet. Den Görminer Vorschlag will er nun als Erstes an den städtischen Bildungsausschuss herantragen und auf Wunsch auf einer Sitzung des Gremiums vorstellen.

„Die Unterstützung durch die Gemeinde für unsere Schule ist sehr gut“, betont Katja Michalowsky. So stelle die Gemeinde einen Bus für Schwimmkurse der Kinder zur Verfügung, den die Schule aus ihrem begrenzten Budget nicht bezahlen könne. Außerdem biete der Ort viele Anknüpfungspunkte für die Schultätigkeit, so bei der „GöLa“, der kleinen Schwester der „Mela“.

Anke Radlof, Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, sieht die Idee der Görminer skeptisch. Denn der Schülerbusverkehr könne nur abgesichert werden, wenn die Schule im jeweiligen Einzugsbereich liege. Laut Schulgesetz und den Schulbehörden des Landes Mecklenburg-Vorpommern seien eindeutige und nicht mehrere Schuleinzugsbereiche für eine Gemeinde festzulegen, so Radlof.

Ein erster Versuch der Ausdehnung des Görminer Einzugsbereiches Richtung Gützkow, konkret in die Gemeinde Bandelin, ist laut der Schulleiterin auch am Kraftverkehr gescheitert. Mit der Aufnahme der Schüler aus Bandelin wäre die ebenfalls sehr volle Grundschule Gützkow entlastet worden. 

Eckhard Oberdörfer

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