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Greifswald Görminer Kicker holen zweimal Zwei-Tore-Rückstand auf
Vorpommern Greifswald Görminer Kicker holen zweimal Zwei-Tore-Rückstand auf
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00:01 28.11.2016

Görmin. Wieder einmal haben die sogenannten Fans des FC Pommern Stralsund für einen Polizeieinsatz gesorgt. „Wir hatten schon im Vorfeld darum gebeten, dass die Polizei vor Ort ist“, sagt Mathias Schulz, der Pressewart des Fußballverbandsligisten SV 90 Görmin. „Während des Spiels gab es zwar die ,normalen’ Pöbeleien, doch mehr war nicht passiert.“ Das Match war schon geraume Zeit vorbei, da erschienen die vermummten Stralsunder „Fans“ wiederum auf dem Platz, um zu randalieren. „Polizei und Feuerwehr waren weg. Wir haben die Situation allein geklärt“, berichtet Schulz. Durch die Polizei Greifswald wird dies bestätigt. „Unsere Einsatzkräfte mussten während des Spiels nicht eingreifen. Als wir ein zweites Mal gerufen wurden und dann in Görmin eintrafen, waren die Stralsunder bereits wieder weg“, heißt es von der Einsatzstelle.

Marcus Rogee (M.), Torschütze zum 2:3, setzt sich gegen zwei Stralsunder durch. FOTO: RONALD KRUMBHOLZ

Sportlich lief alles fair ab. Görmin und Pommern Stralsund trennten sich 3:3, es gab nur eine Gelbe Karte. Die Gäste waren in der ersten Halbzeit tonangebend, Görmin bestimmte das Spiel in der zweiten Hälfte.

Der Tabellenachte Görmin wurde diesmal durch die Spieler Frank Schult und Stefan Damm betreut. Trainer Achim Schult war auf Lehrgang, um seinen Trainerschein zu machen. Neben F. Schult (5. Gelbe Karte) und Damm (Rotsperre) fehlten auch Stammtorwart Passow (Rot) und die beiden Offensivspieler Brennecke und Meinzer (beide aus privaten Gründen), sodass der Gastgeber gehandicapt ins Spiel ging.

Zudem musste Thomas Hildebrandt schon in der 9. Minute verletzungsbedingt vom Feld, für ihn kam Andre Ewert.

Laut Stefan Damm wollten die Gastgeber Stralsund (Tabellenfünfzehnter) kommen lassen und über Konter ihr Glück versuchen. „Das ging völlig schief“, gesteht Damm nach dem Spiel ein. „Stralsund kam in der ersten Hälfte viel zu oft zu guten Abschlüssen.“ Die defensiv eingestellten Görminer hatten selbst kaum gute Chancen. Sie lagen ab der 15. Minute durch einen Sonntagsschuss des Japaners Takaya Nojiri, aus gut 20 Metern über Ersatztorwart René Kreutz hinweg, im Rückstand. Pressewart Schulz nimmt den Keeper aber in Schutz: „Rene hat gut zwei Jahre nicht im Tor gestanden. Bei etwas mehr Routine hätte er den Ball sicher gehabt. Dennoch hat er insgesamt seine Aufgabe recht gut gemacht.“

Als dann auch noch das 0:2 fiel, wähnten sich die Stralsunder auf der Siegerstraße. Doch schnell kam die Antwort durch Andreas Bahls, der nach einem verunglückten Freistoß von Nick Steinecke mit einem Schuss aus spitzem Winkel auf 1:2 verkürzte. Stralsund drückte aber weiter nach vorn und hatte mit dem 3:1 Erfolg.

„In der Pause haben wir umgestellt. Markus Rogee ging nach vorn und Eric Schulz in die Abwehr“, berichtet Stefan Damm, der mit Frank Schult gesehen hatte, „dass Stralsund hinten anfällig ist. Wir haben von unseren Spielern verlangt, dass 45 Minuten Dampf gemacht wird.“ Seine Mannschaft, die auch von der Moral her, trotz des 1:3-Rückstandes, nicht geknickt war, hielt sich daran. Stralsund kam jetzt kaum noch zum Zug. Rogee markierte dann auch das 2:3. Viele weitere gute Chancen (Meyer, Bahls) schlossen sich an, ehe Ewert das 3:3 gelang. Ähnlich der Auffassung von Trainer Achim Schult („wir sind in allen Spielen Außenseiter“), äußerte sich auch Stefan Damm: „Unser Hauptziel bleibt der Klassenerhalt, auch wenn wir derzeit gar nicht so schlecht dastehen. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut und so soll es auch bis zum Saisonausklang bleiben.“

SV 90 Görmin: Kreutz – Gaedtke, Martens, Rogee, Piper – Hildebrandt (9. Ewert), Schultz (89. Kühl), Steinecke, E. Schulz – Meyer, Bahls

Tore: 0:1 Nojiri (15.), 0:2 Klein (29.), 1:2 Bahls (32.), 1:3 Klein (35.), 2:3 Rogee (65.), 3:3 Ewert (79.)

Ralf Edelstein

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