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Greifswald „Greif“: Schwierige Saison gut gemeistert
Vorpommern Greifswald „Greif“: Schwierige Saison gut gemeistert
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00:00 24.10.2016
Die Fock-Rah musste wegen ihrer Größe und ihres Gewichts sogar mit einem Tieflader ins Winterquartier gebracht werden.

Nach einer schwierigen Saison ist die „Greif“ zum Winterfestmachen wieder in ihrer Heimatstadt angekommen. Allerdings nicht an ihrem ursprünglichen Liegeplatz in Wieck. Der ist für das Schiff noch immer unerreichbar, da die Zufahrt zum Ryck nicht die erforderliche Tiefe von 3,60 Meter aufweist. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund lässt deshalb dort seit einigen Wochen die immer wieder versandende Fahrrinne ausbaggern (die OZ berichtete).

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Liegeplatz in Wieck ist für das Segelschiff immer noch nicht erreichbar /Abtakeln erfolgte in Ladebow / Für Transport der Fock-Rahe musste Tieflader her

Für den Wunschtörn bitte rechtzeitig anmelden

2000 Gäste nutzten in diesem Jahr die Möglichkeit zu einem Törn mit der „Greif“.

135 Tage insgesamt war das Flaggschiff der Hansestadt Greifswald auf der Ostsee und im Bodden unterwegs.

Buchungen und Voranmeldungen: ☎ 03834 / 841424 oder direkt auf der Internetseite: www.sssgreif.de

Am Sonnabend wurde die Schonerbrigg deshalb in Ladebow abgetakelt. Die Besatzung und an die 50 ehrenamtliche Helfer, darunter viele Hand-für-Koje-Segler wie Gernot Martens aus Neubrandenburg, packten von morgens bis zum Nachmittag trotz Dauerregens kräftig mit an. „Wir sind froh, dass wir seitens des Hafens Ladebow große Unterstützung bekommen und willkommen sind“, betont der Kapitän der „Greif“, Wolfgang Fusch.

Vor allem der Transport der Fock-Rahe, also jener waagerechten Stange am Mast, an der das rechteckige Vorsegel befestigt wird, war eine logistische Herausforderung. „Das Teil ist 15 Meter lang und wiegt 800 Kilo. Für den Transport kam nur ein Tieflader infrage“, berichtet Volker Pesch, Leiter des Seesportzentrums, zu dem die „Greif“ gehört. Der Kapitän fragte beim Greifswalder Fuhrunternehmen Vierk nach: „Der Chef sagte zu und meinte dann, dass er für seine Leistung keine Rechnung wolle, schließlich sei die ’Greif’ ein Schiff der Stadt ...“, so Wolfgang Fusch.

Dennoch hofft er genau wie Volker Pesch, dass die Baggerarbeiten in Kürze abgeschlossen sind und dann bald Hochwasser kommt, damit die „Greif“ zunächst am Sommerliegeplatz Südmole festmachen und dann endlich auch das Sperrwerk passieren kann. „Wir werden in diesem Jahr aber erstmals nicht auf der Majuwi-Seite überwintern, sondern direkt vor dem Shipp In und dem Hafenbüro liegen“, informiert Pesch. Das sei für die Auslastung und die Wahrnehmung dieses Wahrzeichens der Hansestadt deutlich besser. Deshalb soll dort auch das traditionelle Adventssingen stattfinden.

Mit der nun zu Ende gegangenen Saison sind der Leiter des Seesportzentrums und der Kapitän trotz widriger Bedingungen – die Saison 2016 startete von Rostock aus, weil das Schiff dort überwinterte – ganz zufrieden. „Wir haben 19 Mehrtagesfahrten und 40 Tagesfahrten unternommen. Das sind insgesamt um die 135 Seetage. An die 2000 Gäste waren an Bord, das ist eine gute Auslastung“, schätzt Volker Pesch ein. Das im Sanierungsplan gesetzte Ziel, eine deutliche Minimierung des von der Stadt zu tragenden Defizits, werde erreicht. Im kommenden Jahr soll die Auslastung weiter gesteigert werden.

„Wir planen im Juni eine 14-Tage-Ostsee-Rundfahrt“, so Pesch. Die Nachfrage sei sehr groß. „Wir werten das als gutes Zeichen“, betonen die beiden Männer.

Cornelia Meerkatz

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