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„Greif“ kann Wieck bald wieder anfahren

Greifswald „Greif“ kann Wieck bald wieder anfahren

Wasser- und Schifffahrtsamt baggert die Anfahrt aus / Im Winter soll das Schiff vor dem Hafenamt liegen

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Dienstag wurde an der Einfahrt zum Hafen in Wieck gebaggert. Gestern ruhten die Arbeiten wegen des Sturms.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. In diesem Herbst kehrt die „Greif“ nach Wieck zurück. Am 22. Oktober soll das Greifswalder Flaggschiff an seinem traditionellen Liegeplatz vor dem Maritimen Jugenddorf abgetakelt werden. „Laut Plan wird das Schiff danach auf einen Liegeplatz vor dem Hafenamt verholt“, sagt Volker Pesch, der Betriebsleiter des Seesportzentrums. „Hier werden im Winter Schiffsbesichtigungen möglich sein, und am zweiten Advent ist wieder ein Adventssingen geplant.“

OZ-Bild

Wasser- und Schifffahrtsamt baggert die Anfahrt aus / Im Winter soll das Schiff vor dem Hafenamt liegen

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Darauf hatten die Greifswalder im letzten Winter verzichten müssen. Denn wegen Versandung der Zufahrt zum Ryck setzte das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund den zulässigen Tiefgang im April dieses Jahres auf 2,80 Meter herab, 1,20 Meter weniger als vorgesehen. Die „Greif“ benötigt 3,60 Meter. Darum lag das Schiff in diesem Sommer in Ladebow. Im Winter 2015/16 machte die Greif im Rostocker Stadthafen fest, weil der Gewerbehafen für den Segler bei widrigen Witterungsverhältnissen nicht geeignet ist.

Um wieder die normalen vier Meter in der Bundeswasserstraße zu erreichen lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt derzeit die Anfahrt zum Hafen ausbaggern. „Diese Tiefe ist in den Seekarten verzeichnet“, sagt der zuständige Mitarbeiter Klaus-Peter Nitsch. Man hätte gern schon früher gebaggert, habe das aber nicht geschafft. Die Baggerung koste den Bund 470000 Euro. „Das ist so teuer, weil wir den gesamten Sand zum Spülfeld Drigge bringen müssen“, sagt Nitsch. „Das Spülfeld Wampen gibt es ja leider nicht mehr.“ Dass eine Verklappung in der Ostsee nicht möglich ist, das hatten Untersuchungen des Sediments ergeben. Und dass überhaupt gebaggert wird, das verdankt Greifswald vor allem dem Bootsbauer Hanse-Yachts. Zwar hatte das Unternehmen mit den 2,80 Meter noch keine Probleme, aber für die Hanse 675 war bereits eine Sondergenehmigung zum Befahren des Ryck nötig. Und damit gebaggert wird, muss die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden, erinnert Klaus-Peter Nitsch. Wegen des Sturmes ruhten gestern die Baggerarbeiten.

Ein Problem für die „Greif“ bleibt indes ungelöst: Die ungehinderte Querung des Sperrwerks. Das dürfen nur Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 3,40 Meter queren. Damit der Rahsegler zum Majuwi fahren und dort abgetakelt werden kann, muss also Hochwasser im Fluss herrschen.

Aktuell ist die „Greif“ noch zu den letzten beiden Törns dieses Jahres auf der Ostsee unterwegs. Die letzte Fahrt nach Bornholm endet planmäßig am 16. Oktober. Spätestens Freitag soll die „Greif“

zur vorletzten Fahrt auslaufen. Allerdings erfolgt der Törn nicht ab Ladebow, sondern ab Lauterbach. Dorthin sei das Schiff wegen des vorhergesagten Sturmes am Montag verlegt worden, so Pesch.

In der Saison wird die „Greif“ künftig wieder vor dem Sperrwerk an der Südmole, also nicht wie im Winter vor dem Hafenamt, liegen. „Der Liegeplatz ist gut und seit der Fertigstellung des Sperrwerks auch für Gäste und Versorger problemlos zu erreichen“, sagt Volker Pesch. „Der ,Greif’ ist damit auf lange Sicht geholfen.“ Damit das Schiff dort anlegen kann, nimmt die Stadt ebenfalls Geld in die Hand. 20000 Euro werden für die nötige Baggerung am versandeten Sommerliegeplatz vor dem Sperrwerk investiert.

Das Sperrwerkproblem

2014wurde im November die zulässige Durchfahrttiefe für das damals noch im Bau befindliche Sperrwerk im Ryck auf 3,40 Meter herabgesetzt.

Seitdem liegt die „Seefuchs“ nicht mehr im Museumshafen, und die „Greif“ kann nur bei erhöhtem Wasserstand bis zum Majuwi kommen. 2016, im April, setzte das Wasser- und Schiffahrtsamt den Tiefgang auf 2,80 Meter herab, zuvor hatte es bereits eine Absenkung auf drei Meter und dann nach einer kleinen Ausbaggerung auf 3,20 Meter gegeben.

Eckhard Oberdörfer

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