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Greifswald Greifswald: Kein Glyphosat auf stadteigenen Flächen
Vorpommern Greifswald Greifswald: Kein Glyphosat auf stadteigenen Flächen
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17:35 31.07.2018
Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittel, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. Die Hansestadt Greifswald verzichtet auf stadteigenen Flächen auf die Verwendung des Pflanzenschutzmittels. Quelle: Patrick Pleul
Greifswald

Zwar bleibt der Einsatz von Glyphosat auf Agrarflächen in und um Greifswald erlaubt, die Stadt selbst verzichtet jedoch auf den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters. Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. Außerdem soll er mitverantwortlich sein für das Insektensterben und Abnehmen der Artenvielfalt.

Nach Aussage von Bärbel Lenuck, Mitarbeiterin der städtischen Pressestelle, wurde 2018 bislang gar kein Glyphosat auf städtischen Flächen wie Parkanlagen, Wäldern, Spiel- und Sportplätzen eingesetzt. Lenuck weist weiter darauf hin, dass die Straßenreinigungssatzung der Stadt allen Anliegern „den Einsatz von Herbiziden oder anderen chemischen Mitteln bei der Wildkräuterbekämpfung in Straßenrandbereichen“ untersagt. 2017 habe es allerdings eine Ausnahme gegeben, die den Einsatz von Glyphosat im Stadtforst notwendig gemacht habe. „Der Forstbetrieb musste auf einer Fläche von sieben Hektar einen stark verdünnten Wachstumshemmer einsetzen“, erklärt Lenuck. Ohne den Einsatz des Mittels wären junge Eichenkulturen von der Begleitvegetation überwachsen und vernichtet worden. „Es wäre ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden“, so Lenuck. Mittels Glyphosat wurde das Wachstum des Krautes gehemmt. „So wurde Zeit gewonnen, um die Flächen manuell mähen zu können“, führt Lenuck weiter aus.

Insgesamt werden im kommunalen Forst 50 bis 70 Hektar manuell gemäht. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werde im Wald nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen. „Die Mitarbeiter des Stadtforstes sind sachkundig und werden regelmäßig geschult“, sagt Lenuck. „Die Stadtverwaltung hält sich beim Einsatz von Pestiziden und also auch Herbiziden an die Vorgaben und Grenzen des Pflanzenschutzgesetzes“, sagt die städtische Pressesprecherin. Es gelte der Grundsatz: nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Die Stadt Bergen auf Rügen hat zu Beginn des Jahres einen Beschluss gefasst, wonach auf städtischen Flächen künftig kein Glyphosat mehr verwendet werden soll. Neben Greifswald verzichtet auch die Hansestadt Stralsund bereits seit Jahren auf das weltweit am meisten verbreitete Pflanzenschutzmittel.

Degrassi Katharina

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