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Greifswald bekommt neue Attraktion

Greifswald Greifswald bekommt neue Attraktion

Am Volksstadion soll ein Hochseilgarten entstehen. Die Eröffnung ist für diesen Sommer geplant.

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Wer klettert, ist umsichtiger im Alltag.“ Michael Schicha

Greifswald. Michael Schicha will hoch hinaus. Der Greifswalder Psychologie-Student plant, im Waldstück hinter dem Gästeblock des Volksstadions einen Hochseilgarten zu bauen.

„Wir wollen acht Parcours mit mehr als 45 Übungen anbieten“, erzählt der passionierte Kletterer. Diesen Sport hat er während seiner Zeit bei der Bundeswehr als Gebirgsjäger für sich entdeckt.

Insgesamt sollen rund 62 000 Euro investiert werden — aus privaten Mitteln, wie Schicha betont. „Wir wollten den Hochseilgarten erst gewerblich betreiben. Uns ist aber klar geworden, dass wir mit dem Park gemeinnützige Ziele verfolgen und wollen dafür einen Förder- und Trägerverein gründen“, erzählt der 32-Jährige. Das Angebot habe erlebnispädagogische Zwecke. Es könne das Gemeinschaftsgefühl von Gruppen und Klassen und das Selbstbewusstsein des Einzelnen stärken. Wenn Schicha in seiner ausgeglichenen, überzeugenden Art übers Klettern spricht, könnte man meinen, durch diesen Sport ein besserer Mensch zu werden.

Das haben offensichtlich auch die Behörden der Stadt eingesehen und bereits eine Baugenehmigung erteilt. „Es lief alles sehr zügig und umkompliziert“, sagt Fabian Feldt, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Tourismus. Die Freude bei der Stadt ist vor allem darüber groß, eine weitere touristische Attraktion im Portfolio zu haben.

Die ersten Angebote sind bereits von Firmen aus der Region eingeholt worden. Doch bevor der Bau losgehen kann, muss noch ein Baumgutachter die Prüfungen der Buchen und Eichen in dem Gebiet schräg gegenüber der Feuerwehr abschließen. Für das Fällen von zwölf Bäumen hat er bereits grünes Licht gegeben. „Die waren krank. Wir mussten sie wegnehmen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten“, begründet Schicha. Ihm kommt es sehr darauf an, dass Flora und Fauna in dem Bereich erhalten werden: „Das Projekt kann nur Erfolg haben, wenn wir die Natur schützen.“ Dafür werden auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Gelände auch noch zahlreiche Bäume von toten Ästen befreit.

Der Initiator ist guter Dinge: „Nach Ostern“ — wenn die Brutzeit der Vögel vorbei ist — könnten die ersten Seile angebracht werden. Der Bau selbst könnte circa sechs Wochen dauern. Eine Eröffnung im Sommer hält Schicha für wahrscheinlich.

Der „Greif‘s Waldseil Abenteuerpark“ — so der vorläufige Titel — wäre nicht nur aus touristischer Sicht ein Gewinn für die Stadt, erzählt der Student. „Greifswald ist eine Sportstadt. Für viele Vereine wäre das eine schöne Abwechslung.“ Außerdem seien bereits mehrere Kooperationen, unter anderem mit dem Majuwi, abgeschlossen worden. Bisher mussten Schulklassen zum Klettern stets eine Tagestour auf sich nehmen. Nun könnten sie zum Hochseilgarten sogar zu Fuß gehen.

Auch über die Eintrittspreise hat sich Schicha schon Gedanken gemacht. Sie sollen deutlich unter denen der anderen Parks in der Region liegen. Etwa fünf Hochseilgartentrainer würden die einzelnen Gruppen — ehrenamtlich — begleiten. Seinen Schätzungen zufolge könnten sie im Jahr rund 5000 Gäste betreuen.

Klettern in bis zu zwölf Metern überm Boden

400 Kletterparks gibt es in Deutschland. 17 sind es in Mecklenburg-Vorpommern.

6 Parks befinden sich im Umkreis von 100 Kilometern rund um Greifswald. Die dichtesten auf Usedom und bei Stralsund sind rund 40 Kilometer entfernt.

In Greifswald soll in fünf bis zwölf Metern Höhe geklettert werden. Der Park soll aus zwei, nicht direkt miteinander verbundenen Teilen bestehen. Sechs Parcours à sechs Elemente

könnten im nördlichen Teil gebaut werden, im unteren Bereich sollen noch zehn bis 15 Elemente hinzukommen.

Kai Lachmann

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Greifswald

Die Genehmigung zum Bau der rund 8000 Quadratmter großen Anlage in Greifswald ist bereits erteilt worden.

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