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Greifswald Greifswald gewinnt das Derby mit 3:1
Vorpommern Greifswald Greifswald gewinnt das Derby mit 3:1
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00:00 22.08.2016
Der Greifswalder Nick Lösel (l.) und der Görminer Frank Schuldt im Zweikampf. Quelle: Philipp Weickert

Greifswald „Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben nach dem Gegentor nicht aufgesteckt, sondern weitergespielt und das Spiel verdient gewonnen“, sagte GFC-Doppeltorschütze Sebastian Olszar nach dem Vorpommern-Derby in der Fußball-Verbandsliga zwischen Aufsteiger SV 90 Görmin und dem Greifswalder FC. Der GFC-Stürmer hatte großen Anteil am 3:1-Auswärtssieg der Hansestädter. Nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit stand der 34-Jährige innerhalb von zehn Minuten zweimal richtig und brachte sein Team mit dem 1:2 und dem 1:3 auf die Siegerstraße.

Görmin legt das 1:0 vor / Ausgeglichene Partie bis dahin / Greifswalder Kicker in zweiter Halbzeit stärker

Vor der Partie waren sich die Greifswalder der schweren Aufgabe beim SV 90 Görmin bewusst. GFC-Trainer Hagen Reeck sagte: „Vor allem in den Heimspielen werden die Gastgeber alles daransetzen, Punkte zu sammeln.“ Görmins Trainer, Achim Schuldt, sah sein Team als „krassen Außenseiter. Wir wollen den Moment genießen. Es ist ein Spiel ,David gegen Goliath’ und natürlich gehen wir mit Respekt in die Partie.“

GFC-Stürmer Frank Rohde wurde zweimal freigespielt, er scheiterte aber an Görmins gut aufgelegtem Schlussmann Matthias Passow. Wenig später erzielten beide Mannschaften nach einer Standardsituation ein Tor, doch Schiedsrichter Steffen Ludwig entschied auf beiden Seiten auf Abseits und gab die Tore nicht.

Erst nach der Pause bekamen die mehr als 400 Zuschauer im Görminer Peenetalstadion Tore zu sehen. Den ersten Treffer des Tages erzielte Görmins Flügelspieler Frank Schuldt, der von dem ehemaligen Greifswalder Eigengewächs, Domenike Meyer, geschickt wurde. Schuldt ließ Gellentin stehen und schoss den Ball an GFC-Keeper Barz vorbei. Das Görminer Publikum rastete förmlich aus und die Sensation war möglich. „Das Gegentor ist aus einer Fehlerkette entstanden. Das darf uns nicht passieren“, so Reeck nach der Partie. Doch der Greifswalder FC raffte sich auf und belohnte sich mit dem Ausgleich. Nach einer geklärten Ecke konnte sich GFC-Linksverteidiger Bütterich den Ball in zentraler Position zurechtlegen und den Ball aus 25 Metern im Tor unterbringen. Die Kräfte der Görminer schwanden langsam, während der GFC nicht lockerließ. Nur vier Minuten nach dem Ausgleich gingen die Greifswalder nach einer Ecke in Führung. Nach einem Schuss von Lösel stand Olszar im Fünfmeterraum frei und konnte den Ball ungehindert am Görminer Keeper vorbeibringen. Torhüter Matthias Passow war auch am zweiten Tor von Sebastian Olszar beteiligt. Er unterschätzte eine Flanke von Lösel, der Ball landete am Fuß von Olszar, der in der 76. Minute nur noch ins leere Tor einschießen musste. In der restlichen Spielzeit passierte nicht mehr viel. Der Greifswalder FC dominierte die Partie, ließ jedoch immer noch Luft nach oben. „Die Automatismen müssen sich erst noch finden. Am Saisonbeginn ist das noch normal“, sagte Reeck nach dem Spiel.

Die Görminer starten damit mit zwei Niederlagen in die Verbandsliga-Saison. Jedoch ist Trainer Achim Schuldt zuversichtlich: „Ich bin stolz auf mein Team. Wenn wir uns in allen Spiele so reinhängen und mit solchen Leistungen eventuell dennoch absteigen sollten, dann können wir uns nichts vorwerfen.“ Schuldt weiter: „Der SV 90 Görmin hat sich die Verbandsliga nie auf die Fahne geschrieben. Für uns ist das ein Abenteuer.“

Für den Greifswalder FC geht es am Freitag schon wieder weiter. Der FSV Einheit Ueckermünde ist dann zu Gast im Volksstadion. Die Görminer haben vor dem Pokalwochenende spielfrei.

Görmin: Passow – Gaedtke, Martens, Piper, Schult (C), Rogee, Meinzer, Meyer, Hildebrandt (ab 65. Schulz), Damm (60. Schultz), Brennecke (86. Kreutz); Ersatzspieler: Kreutz (ETW);

Trainer: Achim Schult Greifswalder FC: Barz – Bütterich, Gellentin, Henkel (C), Kröger – Simdorn (72. Chougourou) – Banaskiewicz (80. Schadofske), Sendroiu, Hartwig, Lösel – Rohde (46. Olszar); Ersatzspieler:

Hafermann (ETW), Berger, Colak; Trainer: Hagen Reeck Schiedsrichter: Ludwig (Ziesendorf); Assistenten: Wagner, Bilow Zuschauer: 402 im Peenetalstadion Tore: 1:0 (52.) Schult, 1:1 (60.) Bütterich, 1:2/1:3 (65./75.) Olszar

Auf www.oz-sportbuzzer.de finden Fußball-Fans viele Informationen zu den Spielen ihrer Mannschaften. Vereine können sich bei diesem Portal jederzeit anmelden. Ein Vereinsreporter übernimmt dann die Berichterstattung.

Philipp Weickert

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