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Greifswald Amt weist Anschuldigungen zurück
Vorpommern Greifswald Amt weist Anschuldigungen zurück
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13:05 13.02.2019
Der Verkehrsknotenpunkt Dubnaring/Lomonossowallee soll durch einen Kreisverkehr übersichtlicher werden. Quelle: Anne Ziebarth
Greifswald

Der Streit um den Künstler für das auf dem Kreisverkehr Lomonossowallee/Dubnaring vorgesehene Denkmal erregt die Gemüter (die OZ berichtete). Das von Anett Hauswald geleitete Amt für Bildung, Kultur und Sport weist die Vorwürfe von Peter Multhauf (Linke), des Vorsitzenden des Ortsrates Schönwalde I/Südstadt, in einem der OZ vorliegenden Schreiben an die Mitglieder der Bürgerschaft und die Geschäftsführer der Fraktionen zurück.

Der Fall: Laut Multhauf beschloss der Ortsrat am 17. Januar einstimmig, dass die Auswahl zwischen dem Wiecker Heinrich Zenichowski, dem Katzower Thomas Radeloff und einem dritten vom Amt auszuwählenden Künstler erfolgen soll. Diese Forderung hatte er nach seinen Angaben nach einer Ortsratssitzung bereits im November 2018 dem zuständigen Amt mitgeteilt, abgestimmt wurde dort nicht. Regionale und in Greifswald schon mit anerkannten Werken bekannte Künstler sollten eine echte Chance bekommen.

Das Amt möchte indes fünf auswählen und unter den gegen Honorar anzufertigenden Modellen/Entwürfen wählen. Laut Schreiben des Amtes war von vornherein vorgesehen, Zenichowski und Radeloff zu beteiligen, aber auch Jüngere sollten eine Chance erhalten. Bereits am 9. Januar hatte man sich am 9. Januar in der Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum geeinigt, dass alle am Verfahren beteiligten Künstler aus MV kommen sollen.“ Dort habe man sich auch auf fünf Künstler geeinigt.

Laut dem Schreiben hatte Amtsleiterin Anett Hauswald Multhauf bereits am 18. Januar über die Beteiligung von Zenichowski und Radeloff informiert. Das wiederum bestreitet Multhauf. Vielmehr habe er drei Tage später im Amt abgerufen und über das Ergebnis der Ortsratssitzung informiert. Die Namen Zenichowski und Radeloff habe Anett Hauswald nur zur Kenntnis genommen. Multhauf bestreitet ferner, dass die die Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum etwas beschließen kann. Sie habe nur empfehlenden Charakter. Auch Beschlüsse des Ortsrates haben nur empfehlenden Charakter.

Wie das Amt weiter informiert, legte die Arbeitsgruppe „Kunst im öffentlichen Raum“ ebenfalls am 9. Januar fest, dieses Mal vor der Abgabe von Angeboten eine Bürgerversammlung durchzuführen, „um einen „Eindruck für die Kriterien der Formfindung in Bezug auf die Erscheinung des neuen Kunstwerks zu gewinnen.“ Damit reagiere die Verwaltung auf eine berechtigte Kritik bei Aufträgen für Kunstwerke in der Vergangenheit. Die Informationsversammlung findet am 20. Februar um 18.30 Uhr in der Grundschule „Greif“ statt. Peter Multhauf wird nicht dabei sein können. Er befindet sich zurzeit auf einer größeren Reise.

Eckhard Oberdörfer

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