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Greifswald Greifswalder Demo stoppt Verkehr auf Rügenbrücke
Vorpommern Greifswald Greifswalder Demo stoppt Verkehr auf Rügenbrücke
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00:00 09.10.2018
Greifswald

Auf Grund der Demonstration einer Greifswalder Initiative ist die Rügenbrücke am Sonnabend überraschend in eine Fahrtrichtung komplett gesperrt worden. Dies führte bei Autofahrern und Bahnreisenden zu Verärgerung. Laut Polizei hatte das Verwaltungsgericht Greifswald die Raddemo erst am Vortag genehmigt. Weil die knapp 100 Radler vom Alten Markt in Stralsund bis zu den Pylonen auf der Brücke fahren wollten, wurde die Fahrbahn in Richtung Stralsund stundenlang gesperrt. Der Verkehr wurde über den Rügendamm umgeleitet. Da auch dieser derzeit teilweise nur einspurig befahrbar ist, staute sich der Verkehr.

Sorgte für Aufsehen und für Ärger: die Raddemo auf der Rügenbrücke. Quelle: Foto: Initiative Seebrücke

Angemeldet worden war die Demonstration nach eigenen Angaben von der Greifswalder Initiative „Seebrücke“. Mit der Veranstaltung solle auf die anhaltende humanitäre Katastrophe im südlichen Mittelmeer aufmerksam gemacht werden. Mit mehreren Redebeiträgen und der Enthüllung eines 30 Meter langen Banners auf der Rügenbrücke hätten die Teilnehmer „ihr Unverständnis und ihre Empörung über die Außenpolitik der europäischen Staaten zum Ausdruck“ gebracht, teilte die Greifswalder Initiative mit.

„Wir finden es unerträglich, dass mit unserer aggressiven Wirtschaftspolitik Menschen in anderen Teilen dieser Erde in existentielle Not gebracht werden und dann unglaubliche Summen an Steuergeldern investiert werden, um weit vor den Grenzen der EU unüberwindbare Barrieren zur Abwehr der betroffenen Menschen errichten zu lassen“, sagte eine Sprecherin des Bündnisses.

Unter Autofahrern, aber auch Bahnreisenden sorgte die Aktion für viel Verärgerung. Taxifahrer Hartmut Heidrich: „Der Verkehr musste über die alte Brücke geführt werden, wo eine Bauampel steht.

Schienenersatzbusse konnten den Zeitplan nicht einhalten, da sie dort nun im Stau standen. Die Fahrgäste haben ihren Anschlusszug dann nicht geschafft.“

OZ

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