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Greifswald Greifswalder Hörsaal wird Archiv
Vorpommern Greifswald Greifswalder Hörsaal wird Archiv
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16:59 10.01.2019
Die Kiste in Schönwalde II war ursprünglich ein FDJ-Studentenclub. Quelle: foto: Peter Binder
Greifswald

Die „Kiste“ in Schönwalde II wird künftig für die Aufbewahrung von Akten der Universität Greifswald genutzt. Sie wird Magazin des in der Baderstraße ansässigen Archivs. Der einst größte Hörsaal der Universität Greifswald mit 460 Plätzen in der Makarenkostraße 49 steht seit dem Sommersemester 2018 leer.

„Die Nutzung des Hörsaals als Magazin ist aus Platzgründen nötig“, begründet Unisprecher Jan Meßerschmidt. „Denn die Kapazitäten der Magazine in der Baderstraße und der Mensa am Schießwall sind erschöpft. So kann das Archiv seit einigen Jahren nur noch in Ausnahmefällen Archivgut aus Einrichtungen der Universität übernehmen“.

Die „Kiste“ eigne sich dank der verfügbaren Fläche, des Raumklimas und sicherheitstechnisch sehr gut für die Lagerung von Archivgut. Es sei nicht nur ausreichend Platz für 700 laufende Meter Archivgut, die noch in den Magazinen am Standort Mensa am Schießwall lagern. „Auch die Unterlagen, die in den Einrichtungen auf Übernahme, Bearbeitung und Bewertung durch das Archiv warten, können hier aufbewahrt werden“, so Meßerschmidt. Außerdem bliebe eine ausreichende Reserve für weitere Jahre. Dadurch werde mittelfristig gewährleistet, dass das Archivgut der Universität an nur zwei zentralen Standorten betreut werden könne und ausreichend Magazinkapazitäten vorhanden sind. Langfristig sollen alle Archivalien am Hauptstandort in der Baderstraße untergebracht werden. Dort lagert der Großteil der Bestände und im dortigen Lesesaal nutzen diese Interessierte.

Mit der Entscheidung sind die Träume für die Nutzung der „Kiste“ für den Sport erst einmal ausgeträumt. Ein Tanz- und Gymnastiksaal mit Spiegelwand solle aus der „Kiste werden, wünschten sich die Studierenden schon 2016. Die Vollversammlung der Studierendenschaft fasste dazu einen entsprechenden Beschluss. Der Raum solle für den regelmäßigen Kursbetrieb des Hochschulsports und auch für Tanzpartys geeignet sein, so die Idee. Das Studierendenparlament fasste kurz darauf den gleichen Beschluss. Auch als Aufbewahrungsort für Sammlungen war der große Raum im Gespräch.

Den HörsaalKiste“ gab es nicht einmal 15 Jahre. Das Auditorium wurde in nur drei Monaten 2004 eingerichtet und zum Sommersemester eingeweiht. Damals fehlten der Hochschule Kapazitäten in der Lehre. 1,1 Millionen Euro wurden seinerzeit durch die Universität investiert. Gebaut wurde das Haus vor vier Jahrzehnten als FDJ-Studentenclub zur Ergänzung der vier Wohnheime in der Makarenkostraße. Die jahrzehntelange Clubtradition wird durch den eingetragenen Verein Studentenclub „Kiste“ fortgeführt. Außerdem ist im Gebäude das Islamische Kulturzentrum, die Moschee, ansässig.  Dessen Trägerverein wurde 1994 gegründet.

Eckhard Oberdörfer

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