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Greifswald Greifswalder Integrationsverein sucht neue Bleibe
Vorpommern Greifswald Greifswalder Integrationsverein sucht neue Bleibe
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00:05 04.08.2016
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Zur Gründung des Vereins im vergangenen Jahr kamen unter anderem Christian Pegel (5.v.l.), Minister für Landesentwicklung, und Landrätin Barbara Syrbe (2.v.l.). Quelle: A. Bierstedt

Der Integrationsverein der Hansestadt (Integ) sucht eine neue Bleibe. Das Mietverhältnis der Räume im Schuhhagen ist zum August beendet worden. Über 13 Monate hinweg wurden dort hauptsächlich und ehrenamtlich Deutschkurse, Schachtreffs und Spieleabende für Flüchtlinge angeboten. Zuletzt ließ die Nachfrage aber spürbar nach. Auch das Angebot in Loitz gibt es nicht mehr.

Ohne die Räume sind die Aktivitäten von Integ derzeit weitestgehend auf Eis gelegt. Die Kleiderkammer in der Spiegelsdorfer Wende hat aber weiterhin täglich von 10 bis 14 Uhr geöffnet, wie Vereinsvorstand Gamal Khalil sagt. „Jeder, der möchte, kann sich dort bis zu fünf Teile kostenlos mitnehmen“, sagt er. Mehr nicht, da so verhindert werden soll, dass jemand ein Geschäft mit den Kleidungsstücken macht. Noch immer werden dort die Spenden verteilt, die im vergangenen Herbst bei einer großangelegten Aktion an der Universitätsmedizin eingesammelt wurden. Doch die Vorräte gehen zur Neige. „Wir wollen bald eine neue Aktion machen“, so Khalil.

Integ vermittelt außerdem weiterhin Patenschaften zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten. Eine solche Patenschaft umfasst Besuche bei den Neu-Greifswaldern, Unterstützungen im Alltag, zum Beispiel bei Behördengängen, und einfach die Kontaktpflege, damit Flüchtlinge Anschluss an die Gesellschaft finden.

„Wir verstehen uns als Interessenvertretung von Migranten“, beschreibt Khalil das gewandelte Selbstverständnis des Vereins. Allerdings gebe es momentan wenig Kontakt zu Flüchtlingen. Zudem würden die Ehrenamtlichen derzeit eher unabhängig als „Ich-AGs“ tätig sein. Doch mit neuen Räumen soll das Vereinsleben wieder aktiver und umfangreicher werden.

Wäre es nicht auch möglich, mit bereits bestehenden Initiativen zu kooperieren, zum Beispiel beim Begegnungszentrum „Mole“ in der Gustebiner Wende anzudocken? „Nein“, schließt Khalil aus. Zum einen sei das Angebot dem von Integ zu ähnlich. Auch in der Mole stehen Sprachkurse auf der Agenda. Ebenso gibt es dort mehrere Beratungsangebote und ein Café, um miteinander in Kontakt zu kommen. Zum anderen will Integ weiterhin alles ehrenamtlich machen und unabhängig bleiben. Die „Mole“ wird vom Kreisdiakonischen Werk betrieben. Dritter Punkt: „Wir wollen in der Innenstadt und nicht in einer Randlage vertreten sein.“ Kai Lachmann

Kontakt: ☎ 0157 / 85 984 946 http://integ-vg.de

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