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Greifswald Greifswalder Mieten sind die höchsten in MV
Vorpommern Greifswald Greifswalder Mieten sind die höchsten in MV
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00:00 04.07.2016

hat die höchsten Mieten in Mecklenburg-Vorpommern und gehört zu den teuersten Städten in Ostdeutschland. Das geht aus zahlreichen Erhebungen hervor.

Ich wohne in einem denkmal- geschützten Altbau in der Innenstadt und zahle 440 Euro Kaltmiete im Monat für 87 m². Ich finde den Preis für die tolle Lage angemessen.“ Sabine Jepp (55), Lehrerin
In Greifs- wald finde ich wohl kaum etwas Günsti- geres als meine 40 m² große Wohnung in der Brinkstraße. Dafür zahle ich 145 Euro im Monat. Deshalb will ich mich auch nicht beschweren.“Annika Piecha (26), Studentin
Meine Frau und ich wohnen in einer Ge- nossenschafts-wohnung für 700 Euro im Monat. Wir sind zufrieden.“Werner Hornmann (82), Rentner
Ich wohne in der Roß- mühlenstraße und bezahle 180 Euro für ein 12 m² großes Zimmer im Monat. Für mich ist der Preis super, aber generell finde ich die Mietpreise in Greifswald zu hoch und teilweise nicht gerechtfertigt.“Antonia Lüder (23), Studentin
In Greifs- wald finde ich wohl kaum etwas Günsti- geres als meine 40 m² große Wohnung in der Brinkstraße. Dafür zahle ich 145 Euro im Monat. Deshalb will ich mich auch nicht beschweren.“Annika Piecha (26), Studentin
Ich wohne in einem denkmal- geschützten Altbau in der Innenstadt und zahle 440 Euro Kaltmiete im Monat für 87 m². Ich finde den Preis für die tolle Lage angemessen.“ Sabine Jepp (55), Lehrerin
Meine Frau und ich wohnen in einer Ge- nossenschafts-wohnung für 700 Euro im Monat. Wir sind zufrieden.“Werner Hornmann (82), Rentner
Ich wohne in der Roß- mühlenstraße und bezahle 180 Euro für ein 12 m² großes Zimmer im Monat. Für mich ist der Preis super, aber generell finde ich die Mietpreise in Greifswald zu hoch und teilweise nicht gerechtfertigt.“Antonia Lüder (23), Studentin

Stadtteil

WVG (gesamt 9232 Wohnungen)

WGG (gesamt 6743 Wohnungen)

Nettokaltmiete€/m2 Minimum

Nettokaltmiete€/m2 Maximum

Anzahl derWohnungen

Nettokaltmiete€/m2 Minimum

Nettokaltmiete€/m2 Maximum

Anzahl derWohnungen

Altes Ostseeviertel

4,17

6,80

395

4,35

4,80

146

Eldena

2,60

5,87

24

Fleischervorstadt

4,90

7,20

100

4,31

7,95

897

Fettenvorstadt

4,50

6,00

115

Innenstadt

3,61

7,65

1319

Ladebow

4,42

6,60

108

Nördl. Mühlenvorstadt

3,81

7,97

316

Ostseeviertel Parkseite

4,90

9,10

591

4,92

5,92

616

Ostseeviertel Ryckseite

2,37

7,16

367

3,97

4,41

505

Südl. Mühlenvorstadt

3,84

8,60

698

Steinbeckervorstdadt

4,80

5,30

4

Südstadt

4,40

6,80

314

4,66

7,85

859

Schönwalde II

2,71

7,70

1802

4,28

4,85

2672

Schönwalde I

3,21

7,90

3055

4,05

5,26

1048

Wieck

8,50

9,65

24

Eine davon ist der Mietspiegelindex 2015 der Firma „Forschung und Beratung“. In der Hansestadt muss demnach für eine 65 Quadratmeter große Wohnung, die 2005 gebaut wurde, eine Miete von 7,41 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. 5,88 Euro sind es in Stralsund, 6,39 Euro in Rostock, 6,40 Euro in Schwerin und 6,51 Euro in Neubrandenburg.

Doch der Mietspiegel, auf den die Daten zurückgehen, ist längst nicht mehr aktuell in Greifswald. Anfang des Jahres ist ein neuer in Kraft getreten, in dem die Preise erneut um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen sind. Der aktualisierte Mietspiegel erfasst die Höhe der Mietpreise, die zwischen 2011 und 2015 neu geschlossen wurden. Im Fall der 65-Quadratmeter-Wohnung sind das acht Euro.

Erik von Malottki, SPD-Bürgerschaftsmitglied und Vorsitzender der AG Bezahlbarer Wohnraum, ist überzeugt, dass die tatsächlichen Preise noch höher liegen. „Der Mietspiegel gibt den privaten Markt nicht in ausreichendem Maße wieder“, sagt er. Das Problem: Kein Vermieter kann verpflichtet werden, seine Daten dafür zu liefern. Daher seien die beiden großen Wohnungsunternehmen WVG und WGG überrepräsentiert. „Das sind aber nicht die Preistreiber. Hohe Mieten von zehn Euro und mehr werden von privaten Anbietern verlangt“, sagt Dirk Barfknecht, Geschäftsführer des Mietervereins.

Ein Beispiel: Ein 24 Quadratmeter großes Appartement direkt am Markt wird bei der Internetplattform Immowelt aktuell für 14 Euro kalt je Quadratmeter angeboten. Der Durchschnittspreis bei allen derzeit eingestellten Immowelt-Wohnungen in der Innenstadt mit einer Größe von maximal 40 Quadratmetern liegt bei 12,45 Euro je Quadratmeter. Der Durchschnittsquadratmeterwert für alle angebotenen Greifswalder Wohnungen beträgt 8,83 Euro.

Zum Vergleich: 5,09 Euro je Quadratmeter beträgt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG). 4,79 Euro sind es beim zweitgrößten Unternehmen, der Wohnungsbaugenossenschaft Greifswald (WGG). Am günstigsten sind die Mieten in den Stadtteilen Schönwalde I, Schönwalde II und im Ostseeviertel Ryckseite. Das geht aus der Statistik der beiden Marktführer hervor. Wer bereits seit Jahrzehnten bei der WVG wohnt, zahlt mitunter weniger als drei Euro Kaltmiete je Quadratmeter. „Im Gegensatz dazu liegen die aktuellen Mieten in Neubauten bei knapp über 9,50 Euro“, sagt WVG-Pressesprecherin Jana Pohl. Bei der WGG werden mit 7,95 Euro die höchsten Mieten in der Fleischervorstadt fällig. Allerdings kündigte die Genossenschaft bereits an, bei künftigen Bauvorhaben die Acht-Euro-Grenze nicht mehr halten zu können.

Den größten Einfluss auf die Miethöhe haben Ausstattung, energetische Beschaffenheit und Lage der Wohnung. Bad mit Fenster, mit Badewanne und separater Dusche, Parkett, Aufzug, einbruchshemmende Wohnungstür, die Nähe zu einem Lebensmittelgeschäft, Grünanlagen – all diese Kriterien rechtfertigen einen höheren Preis. „Modernisierungen werden in der Regel mit elf Prozent der Kosten auf den Nutzer umgelegt“, erklärt Juliane Boutalha, Pressesprecherin der WGG.

Katharina Degrassi

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