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Greifswald Greifswalder Pharmaunternehmen auf Wachstumskurs
Vorpommern Greifswald Greifswalder Pharmaunternehmen auf Wachstumskurs
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20:02 26.01.2018
Sebastian Braun ist Geschäftsführer der Cheplapharm Arzneimittel GmbH aus Greifswald. Das Unternehmen hat gerade wieder 100 Millionen Euro in den Kauf neuer Produkte investiert. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Das familiengeführte Pharmaunternehmen Cheplapharm ist weiter auf Wachstumskurs. Vor wenigen Tagen haben die Greifswalder von der Schweizer F. Hoffmann-La Roche AG die Produktrechte für vier Medikamente erworben, die weltweit angewendet werden. Die Investitionssumme für die neu akquirierten Produkte liegt bei über 100 Millionen Euro. Erst im vergangenen Oktober hat Cheplapharm für 340 Millionen Euro die weltweiten Rechte an mehreren Medikamenten erworben. 

Neu erworbenes Medikament hilft Neugeborenen

Bei einem Medikament handelt es sich um ein synthetisches Vitamin-K1-Präparat, das auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation WHO enthalten ist. Es wird beispielsweise im Rahmen der Erstuntersuchung (U1) bei Neugeborenen routinemäßig verabreicht. Es unterstützt die Blutgerinnung und bringt eventuelle lebensbedrohende innere Blutungen, die durch die Geburt entstanden sein können, zum Stillstand. „Mit den Produkten können wir zusätzlich einen mittleren zweistelligen Millionenumsatz am Jahresende erwarten, weil zwei der Medikamente in vielen Ländern Marktführer sind“, erläutert Geschäftsführer Sebastian Braun.

40 neue Arbeitsplätze kommen dazu

Durch die Übernahme der Produkte erhöht sich bei Cheplapharm der Exportanteil von derzeit 93 auf 96 Prozent, der Jahresumsatz steigt auf 250 Millionen Euro. Mit seinem großen Länder- und Produktmix ist das Greifswalder Unternehmen bestens aufgestellt und konsequent auf dem Weg zu einem international agierenden Spezial-Pharmaunternehmen. Mit dem jetzigen Zukauf entstehen zu den bereits existierenden 180 hochqualifizierten Arbeitsplätzen 40 weitere. Ein Großteil der Beschäftigten bei Cheplapharm sind Akademiker.

Cornelia Meerkatz

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