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Greifswald Greifswalder Politiker sind für Innovationszentrum
Vorpommern Greifswald Greifswalder Politiker sind für Innovationszentrum
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17:20 30.08.2018
Die Mensa am Schießwall in Greifswald Quelle: Peter Binder
Greifswald

Ein Vorkämpfer für den Erhalt der Greifswalder Mensa am Schießwall als Denkmal ist bereit, seinen Kampf aufzugeben. Denn Peter Multhauf ist für das digitale Innovationszentrum, das in dem Gebäude entstehen soll.

Der „Wissenschafts- und Technologiepark Nordost“ (Witeno), eventueller Betreiber des Zentrums in der Mensa am Schießwall, erntet für erste Ideen Zustimmung. Ein mögliches Problem ist der Denkmalschutz.

„Sollte der Denkmalschutz der Blank-Vision im Weg stehen, stelle ich meinen Kampf für den Denkmalschutz ein“, sagt Multhauf.

Die „Blank-Vision“ sind erste Ideen von dem Wissenschafts- und Technologiepark Nordost (Witeno), der möglicherweise Betreiber des neuen Zentrums wird. Geschäftsführer Wolfgang Blank stellte sie am Dienstag im Bildungsausschuss vor und erntete Zustimmung. „Wir sollten diese Riesenchance nutzen“, sagt der Ausschussvorsitzende Erik von Malottki (SPD). „Das Projekt erhält das Gebäude und verdient volle Unterstützung“, sagt Peter Madjarov (Grüne).

Das Innovationszentrum soll ein Ort für Kreative, Freiberufler, Start-Up-Unternehmen und etablierte Unternehmen werden, ausgestattet mit schnellem Internet, Geschäftsräumen, offenen Büros, Gemeinschaftsräumen, Ton- und Videowerkstätten. Die Stadt und die Landesregierung begrüßen solche Ideen. Das Landesamt für Denkmalschutz hatte das Gebäude vor kurzem für schutzwürdig erklärt, was jedoch auf Widerspruch des Eigentümers, die Universität, trifft. Sie argumentiert, Umbauarbeiten im Innenbereich hätten den historischen Aussagewert bereits verringert. Ein 22 Meter langes Wandbild des Kunstprofessors Wolfgang Frankenstein im Foyer soll erhalten bleiben.

„Das Gebäude an sich ist erhaltenswert“, sagt Peter Multhauf, der es zum Denkmal machen will. Nun aber die bedingte Kehrtwende: Denkmalschutz ja, aber nur, wenn der die Pläne für das Innovationszentrum nicht durchkreuzt. „Wir sollten mit dem Denkmalschutz nicht dieses Projekt verhindern“, findet SPD-Mann von Malottki.„Bitte keinen Denkmalschutz“, wünscht sich Witeno-Geschäftsführer Wolfgang Blank, der Auflagen befürchtet, die die Gestaltung des Innovationszentrums erschweren könnten. Blank und die Lokalpolitiker betonen, das Gebäude erhalten zu wollen. Stadt und Land beraten in einem noch laufenden Verfahren über die Eintragung als Denkmal.

Doch bevor das erste Start-Up am Schießwall einziehen kann, muss das Gebäude saniert werden. Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro aus. Umso wichtiger sei es nun, schnell zu handeln, betont Wolfgang Blank. Durch Fördermittel könne man einen großen Teil der Sanierungskosten finanzieren. Doch die aktuelle Förderperiode der Europäischen Union endet in anderthalb Jahren. Um noch Mittel zu bekommen, müssen also rechtzeitig Anträge eingereicht werden, was mehrere Monate dauern kann. Die Zeit drängt.

Interessenten für einen Platz im neuen Zentrum gibt es bereits. „Schön wären Übernachtungsmöglichkeiten für Unternehmer als auch Kunden“, sagt Elisabeth Möbius, Geschäftsführerin von „Webtimum“, einer Beratungsagentur. Esther Stürmer von dem Greifswalder Designbüro „Stühmer/Scholz“ mag die Idee, „in einem interdisziplinären Raum zu arbeiten.“

Christopher Gottschalk

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