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Greifswald Greifswalder Schüler bringen die 80er Jahre auf die Bühne
Vorpommern Greifswald Greifswalder Schüler bringen die 80er Jahre auf die Bühne
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00:18 13.06.2018
Probe zum Musical „Summer of 85“ im Theater Greifswald. 42 Schüler und Schülerinnen stehen gemeinsam auf der Bühne und erwecken die 1980er Jahre wieder zum Leben. Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

Paillettenstirnbänder, Schulterpolster und ganz viel Popmusik: Am Mittwochabend feiert das Musical „Summer of 85“ des Jahn-Gymnasiums im Theater Premiere und lässt damit das Lebensgefühl der 80er Jahre auferstehen. „Grob gesagt handelt es sich um ein Stück voller Liebesgeschichten und Familienkrisen, eingebettet in das Schicksal einer Tanzschule und begleitet von ganz viel Musik“, beschreibt eine der Hauptdarstellerinnen, Friederike Krüger (19), das Musical. Sie spielt die Rolle der Laura, einer zweifachen Mutter, die von ihrem Mann Julian betrogen wird und nun den gemeinsamen glücklichen  Zeiten hinterhertrauert. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die gemeinsame Tanzschule, in der zu allem Überfluss auch noch die Proben für die große Gala „Summer of 85“ auf dem Programm stehen.

Restkarten (12 Euro/6 Euro ermäßigt) für die Premiere am Mittwoch um 19.30 Uhr im Theater Greifswald sind an der Abendkasse erhältlich. Weitere Vorstellungen gibt es am 16. Juni, 20 Juni und 22. Juni.

„Summer of 85“

Nur vier junge Männer dabei - aber 38 Frauen

42 Schüler aus der Musicalgruppe des Jahn-Gymnasiums stehen für die Aufführung des Stücks der beiden Autoren Andréas Härry und Irène Straub auf der Bühne. Interessant dabei die Geschlechterverteilung. Auf 38 Frauen kommen nur vier Männer. „Viele Männer finden Musicals uncool“, meint Moritz Morgenstern, der den Julian spielt. „Das ist schade.“ Auch die musikalische Begleitung des Musicals übernehmen Schüler – eine kleine Meisterleistung, umfasst das Programm des „Summer of 85“ doch über 20 Stücke.

22 Hits der 80er Jahre: Von „Like a virgin“ bis „Girls just wanna have fun“

Musik spielt eine zentrale Rolle in dem Stück, Hits wie „I will survive“ von Gloria Gaynor, „Axel F.“ aus dem Kultfilm Beverly Hills Cop oder Cyndi Laupers „Girls just want to have fun“ sind wohl jedem bekannt und und dürften für gute Stimmung im Publikum sorgen. „Diese Lieder verlangen einem stimmlich aber auch einiges ab“, erklärt die Abiturientin Friederike Krüger. „Der Wechsel zwischen Sprech- und Kopfstimme ist für mich sehr anstrengend.“ Sicherheitshalber sei sie mit ihrer Freundin Hulda Kalhorn, die im Stück die exzentrische Rosanna spielt, schon mal zur Apotheke gegangen und habe sich mit Hustenbonbons eingedeckt. Auch die zahlreichen Tanzeinlagen im Stück sind auf hohem Niveau und erfordern das ganze Können der jungen Männer und Frauen. „Vor allem das gleichzeitige Singen und Tanzen ist anspruchsvoll“, berichtet die 17-jährige Hulda. „Man darf nicht zu sehr außer Atem kommen. Außerdem soll das Ganze auf gar keinen Fall angestrengt aussehen. Darauf muss man sich also auch noch konzentrieren.“

Lange Proben und eine angegriffene Stimme: Warum es trotzdem lohnt

Trotzdem sind sich Hulda und Friederike einig: das Erlebnis Theater sei alle Entbehrungen und Strapazen Wert. „Der Moment nach der Premiere, wenn der Applaus aufbrandet ist unglaublich“, schwärmt Hulda. „Da werden so viele Glückshormone frei und man weiß, es hat sich alles gelohnt.“ Zwar wollen beide nicht professionell ins Schauspielfach wechseln, etwas Theaterpraxis nehmen sie aber dankbar mit. „Man bekommt durch das Schauspiel ein besseres Gefühl für sich selbst, verliert die Scheu“, sagt Friederike. „Auch bei der mündlichen Abi-Prüfung hat mir das Training geholfen, mir meine Aufregung nicht anmerken zu lassen.“

Besuch aus Virginia ist beim Musical dabei

Mit von der Partie und mit Sicherheit ziemlich aufgeregt ist Emma Janney aus dem US-Bundesstaat Virginia. Die 17-jährige ist derzeit als Austauschschülerin bei der 16-jährigen Rosa zu Gast. „Als Rosa bei mir in den USA war, haben wir zusammen im Schul-Musical ,once upon a mattress’ gespielt“, erzählt Emma. „Jetzt bin ich hier in Deutschland und wir können nochmal gemeinsam auf der Bühne stehen. Das ist so toll!“Heute Abend vor der großen Premiere wird mit Sicherheit auch das Herz der verantwortlichen Lehrerin höher schlagen. Claudia Sümnich hat die Leitung der Musicalgruppe erst im vergangenen Jahr übernommen, ist aber mit dem Fortschritt der Schüler sehr zufrieden und glaubt fest an den Erfolg der jungen Leute. „In den Proben hat sich gezeigt, dass theoretisch alles sitzt“, sagt die 43-jährige Musik- und Sportlehrerin. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Schüler ihr Können auch praktisch auf den Punkt abrufen. Das ist die große Kunst.“

Ziebarth Anne Friederike

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