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Greifswalder Sprachenzentrum unterstützt Integration

Greifswald Greifswalder Sprachenzentrum unterstützt Integration

Die Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern, die Volkshochschule und der Landkreis wollen besseren Deutschunterricht

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Bianca Seeliger-Mächler (links) und Heidrun Peters freuen sich auf den neuen Kurs.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Die ehrenamtlichen Sprachtrainer von Flüchtlingen sollen es künftig leichter haben. Am 8. September beginnt für sie eine Workshopreihe am Fremdsprachen- und Medienzentrum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität.

Die Plattform Seagull

2012warb das Fremdsprachen- und Medienzentrum über eine halbe Million Euro für das EU-Projekt zur Förderung des selbstständigen Erwerbs von Fremdsprachenkenntnissen im Tandem ein. Für zwölf Sprachen wurden in Seagull (Smart Educational Autonomy through Guided Language Learning) Materialien ausgearbeitet und auf einer Onlineplattform bereitgestellt. 20 in- und ausländische Bildungseinrichtungen arbeiteten zusammen.

Vorrangig ist diese für Bürger des Kreises Vorpommern-Greifswald bestimmt. Aber es können sich auch Interessenten aus dem weiteren Umland anmelden. Der Kurs soll den Ehrenamtlichen mehr didaktische Kompetenz vermitteln. Außerdem werden ihnen Unterrichtsmaterialien im Internet zur Verfügung gestellt, die sie kostenlos herunterladen können. Auch die Teilnahme am Kurs mit seinen Workshops kostet die Ehrenamtlichen nichts.

Das ist nur möglich, weil der Landkreis Vorpommern-Greifswald Geld für das Projekt zur Verfügung stellt. „Sozialdezernent Dirk Scheer war von der Idee sofort begeistert“, erzählt Heidrun Peters, die Leiterin des Fremdsprachen- und Medienzentrums der Uni Greifswald. Ihre Kollegin, die Italienischdozentin Bianca Seeliger-Mächler, ist in der Arbeitsgruppe „Sprachen“ an der Ausarbeitung des Integrationskonzepts des Kreises beteiligt. So kam der erste Kontakt zustande. Seeliger-Mächler war auch Manager des EU-Projekts „Seagull“, in dem eine Internetplattform mit Arbeitsblättern zum Selbststudium im Tandem für 13 Sprachen entstand, die frei heruntergeladen werden können. Deutsch ist eine der Zielsprachen, also eine Sprache, die mit Seagull erlernt werden kann. „Aber hier wird von einem höheren Sprachniveau ausgegangen, als man das von den Flüchtlingen erwarten kann“, erläutert die Leiterin des Fremdsprachen- und Medienzentrums. Das Material, das jetzt erarbeitet werde, solle eine sehr hohe Qualität haben und auf die Zielgruppe Flüchtlinge zugeschnitten werden, kündigt sie an. Es steht für jeden Interessierten im Internet frei zur Verfügung. Was man derzeit an Gratisangeboten im Netz finde, habe oftmals leider nicht die nötige didaktische Qualität.

Die Internetplattform www.interaktiondeutsch.de verstehe sich als Knotenpunkt, sagt Bianca Seeliger-Mächler. Neben den Grafikmaterialien, den Links zu hilfreichen Internetseiten und der Austauschmöglichkeit gibt es als vierte Säule die Workshops.

Auch bei dem neuen Projekt sind das Sprachenzentrum der Universität Rostock und die Volkshochschule Partner, die bereits an Seagull mitgearbeitet haben. Antje Heine, Professorin für Deutsch als Fremdsprache in Greifswald, unterstütze das Vorhaben ebenfalls, so Peters. „Und die Universitätsleitung stellt im Januar 2017 Mittel zur Überbrückung zur Verfügung, damit die Workshopreihe zu Ende geführt werden kann“, freut sie sich. Die Rostocker Uni hat schon Erfahrungen mit solchen Kursen gesammelt. „Über 100 Ehrenamtliche nahmen dort teil, es wurde sogar eine halbe Stelle eingerichtet“, erzählt Seeliger-Mächler. „Ines Patzig-Bartsch wird auch die Workshops in Greifswald leiten. Sie sprüht vor Ideen.“ Der Kurs werde auch von einem Expertengremium begleitet, erzählt sie. Dort arbeiten ehrenamtliche Sprachtrainer und anerkannte Flüchtlinge mit, indem sie ihre Erfahrungen einbringen.

• Anmeldung und Infos auf www.interaktiondeutsch.de

Eckhard Oberdörfer

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