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Greifswald Greifswalder Stadthalle hat neuen Manager
Vorpommern Greifswald Greifswalder Stadthalle hat neuen Manager
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00:00 18.04.2013
Sven Bioly, Stadthallen- manager Quelle: P.Binder
Greifswald

Jung, ehrgeizig und mit einem Kopf voller Ideen: Sven Bioly ist — wie erst gestern öffentlich wurde — seit Anfang April Stadthallenmanager in Greifswald. Damit bekommt das Haus fast dreieinhalb Jahre nach seiner Wiedereinweihung im Dezember 2009 einen hauptamtlichen Koordinator.

Bioly freut sich sehr auf seine neue Aufgabe. Der 36-Jährige stammt aus dem Ruhrgebiet, war bislang Marketingleiter des Ruhrcongresses in Bochum (Nordrhein-Westfalen). Dabei handelt es sich um ein modernes, erst 2003 eingeweihtes Veranstaltungszentrum „mit vier Häusern, die eine Gesamtkapazität von bis zu 8000 Plätzen haben“, berichtet er. Die Stadthalle wirkt dagegen winzig: Im Kaisersaal können gerade einmal 600 Menschen ein Konzert oder ähnliches genießen, wenn die Empore mitgenutzt wird. Auch Greifswald selbst kann der Ruhrmetropole Bochum mit ihren fast 380 000 Einwohnern und den neun Hochschulen kaum das Wasser reichen. Trotzdem hat sich Sven Bioly nach eigenen Aussagen sofort in die Hansestadt und die Region verguckt: „Ein Workshop führte mich im Januar privat nach Greifswald“, erzählt er. Beim Anblick der Stadthalle sei er sofort begeistert gewesen. Aus Neugier habe er gefragt, wer denn hier Manager sei, und erfuhr, dass gerade einer gesucht werde. Spontan bewarb sich der gelernte Veranstaltungskaufmann für den Posten — und bekam ihn.

Biolys Motivation: „Ich suchte schon länger nach einer neuen Herausforderung. Die Aufgabe hier ist spannend. Ich habe die Chance, die Stadthalle von Grund auf zu strukturieren, Strategien zu entwickeln, wieder mehr selbst mit Kunden zu verhandeln“, sagt er. Außerdem sei die Lebensqualität hier „enorm hoch“. Deshalb könne er auch die Gehaltseinbußen verschmerzen. Seine Stelle ist beim Theater Vorpommern angesiedelt, das sich die Kosten mit der Stadt teilt: Die Verwaltung plante im diesjährigen Etat 20 000 Euro ein.

Sven Bioly weiß aber nach den ersten zwei Arbeitswochen auch: „Die Erwartungen bezüglich des Stadthallenmanagers sind sehr hoch.“ Die Auslastung des Hauses sorgte in der Vergangenheit für Kritik, der Zuschussbedarf lag bislang bei 200 000 Euro pro Jahr. Zwar wolle Bioly sein Bestes geben, wozu auch gehöre, „das Preisgefüge zu optimieren und für eine größere Transparenz zu sorgen“. Dennoch sei klar: „Stadthallen arbeiten nie profitabel.“

Petra Hase

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