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Greifswald Greifswalder Triathleten erfolgreich
Vorpommern Greifswald Greifswalder Triathleten erfolgreich
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00:00 06.09.2017
Rostock/Greifswald

Daniel Hingst konnte es auch im Ziel noch nicht wirklich glauben. Seinem Teamkollegen Alexander Au ging es ähnlich. Die beiden Triathleten der HSG Uni Greifswald hatten gerade erst einen Doppelerfolg beim 34. Rostocker OSPA-Triathlon hinter sich gebracht. „Das kommt für mich schon etwas überraschend“, sagt Daniel Hingst. „Mich hat vor allem gewundert, dass wir im Wasser und auch auf der Radstrecke derart gute Zeiten hingelegt haben", erkannte Hingst schnell den Schlüssel zum Erfolg.

Doch nicht nur Hingst und Au freuten sich über Top-Platzierungen bei diesem Triathlon, der zugleich als Landesmeisterschaft MV durchgeführt wurde. Die Greifswalder Triathleten feierten drei Meistertitel und zwei zweite Plätze. „Das ist ein überragendes Ergebnis“, freut sich Jürgen Kühne, der HSG-Abteilungsleiter Triathlon. „Ein oder zwei Titel hatten wir auf der Liste. Dass die Ausbeute aber so groß wurde, ist klasse. Mit dieser Dichte in den Top-Platzierungen haben wir nicht gerechnet.“

Bei den Herren der Altersklasse zwei brauchte Hingst für das Schwimmen (1,5 km), das Rad fahren (40 km) und die Laufstrecke (10 km) in der Summe 2:09:08 Stunden. Au war „nur“ 5:21 Minuten langsamer, während der Drittplatzierte, der Rostocker Johannes Reding, erst gute 27 Minuten später ins Ziel lief.

Marc Wolf wurde in der Altersklasse vier der Herren Zweiter. Er benötigte für die drei Disziplinen 2:22:04 h. Auch Alfred Mahnke (AK 65) freut sich über einen Meistertitel. Er lief nach 2:59:47 h durchs Ziel. Landesmeisterin wurde Ute Kolberg in der Altersklasse Senioren vier. Die Greifswalderin war nach 3:11:17 h im Ziel.

Die Doppelsieger können es immer noch nicht richtig fassen. „Irgendwie sind wir beide ziemlich gut über die Strecke gekommen. Das fing schon beim Schwimmen an“, sagt Au. Beide Greifswalder „Dreikämpfer“ gelten nicht gerade als überragende Schwimmer, dennoch verließen sie das Wasser als Vierter (27:28 min.) und Fünfter (28:58min.). „Das war dann quasi auch der Grundstein für den Erfolg“, weiß Hingst, der jedoch vor der Radstrecke ein wenig Bammel hatte. „Die war technisch recht anspruchsvoll. Viele 90 Grad-Kurven und Kehren sorgten für einen hohen Schwierigkeitsgrad.“ Doch irgendwie lag die Strecke, die unter anderem auch mehrmals durch den Warnowtunnel führte, den beiden Greifswaldern. Hingst hatte nämlich schon nach fünf Kilometern die Führung übernommen, die er bis zur Ziellinie auch nicht wieder herschenkte. „Ich wusste, wenn ich auf dem Rad gut durchkomme, dass es ein gutes Rennen wird“, sagt Hingst.

Alexander Au machte dank seiner guten Rad-Leistung zwei Plätze gut und fuhr vor der abschließenden Laufstrecke auf den dritten Platz. Beim Laufen legte er dann die Bestzeit (37:26 min.) hin, schob sich noch eine weitere Position nach vorn und kam hinter Sieger Daniel Hingst als Zweiter ins Ziel.

Für Daniel Hingst, der Chef des Triathlonteams „TriHGWaii“, und einige andere Teamkollegen geht es am kommenden Wochenende aber schon zum nächsten Highlight, dem „Ironman 70.3“ auf Rügen. „Wir werden mit drei Einzelstartern und drei Staffeln in Binz dabei sein“, sagt Abteilungsleiter Kühne.

Hingst hat dieses Rennen schon seit längerer Zeit im Hinterkopf – und natürlich auch auf dem Trainingsplan. „Das ganze Training ist seit einigen Wochen auf dieses Rennen ausgerichtet“, sagt Hingst voller Vorfreude auf den Binzer rennen. „Der Rostocker Triathlon war schon ein guter Formtest. Wenn ich ehrlich bin, war ich aber ganz froh, dass ich nach der Radstrecke schon einiges an Vorsprung hatte und somit beim Laufen nicht mehr alles reinhauen musste. Ich hatte nämlich noch ein paar muskuläre Probleme, die aber bis zum kommenden Sonntag Geschichte sein sollten“.

In Binz möchte sich der frischgebackene Landesmeister nämlich wieder in der Spitzengruppe wiederfinden, wenn nach 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21,1 km Laufen der Sieger gekürt wird. Neben dem Teamchef werden auch die Greifswalder Marc Wolf und Stefan Wegner sowie einer der besten Triathleten der Welt,Michael Raelert, an den Start des „Ironman 70.3.“ gehen.

Ralf Edelstein und Peter Krüger

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