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Greifswald Greifswalder Uniladen wird geschlossen
Vorpommern Greifswald Greifswalder Uniladen wird geschlossen
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10:47 14.01.2019
Aus Semesterstart kredenzte der Greifswalder Uniladen 2012 zwei neue Weine Quelle: pressestelle uni-greifswald
Greifswald

 Im Mai ist der Uniladen in der Alten Apotheke in der Baderstraße Geschichte. Der Mietvertrag für die Räume wurde bereits im letzten Jahr gekündigt.

Mitarbeiter sind nicht vom Ende des Geschäfts betroffen. „Die Studierenden, die aktuell im Uniladen beschäftigt sind, werden mit Umzug des Uniladens mit dem Studium in der nächsten Zeit fertig bzw. sie arbeiten bis zum Ende ihrer befristeten Verträge.“ Vollzeitbeschäftigte gab es nicht.

Das Angebot des Uniladens bleibt in Greifswald präsent. T-Shirts, Poloshirts, Pullover, Baseballkappen, Beutel oder Schreibblocks mit Symbolen der Universität Greifswald kann man auch weiter kaufen.

„Das Angebot des Uniladens wird in die Stadtinformation im Rathaus integriert“, bestätigt der Geschäftsführer der Stadtmarketing Greifswald GmbH, Maik Wittenbecher. Stadt und Universität gehörten schließlich zusammen. Er kündigte außerdem Umbauarbeiten in den Räumlichkeiten in den Rathausarkaden an. Die Stadtinformation soll offener mit mehr Platz für Besucher werden. Man wolle weg von der Dominanz des Tresens und mehr Begegnung. Für die Universität sind die Senkung der Fixkosten gegenüber einem eigenen Laden sowie die verlängerten Öffnungszeiten der Stadtinformation vorteilhaft.

„Wir sind unsere Produkte durchgegangen und werden uns zukünftig auf ein kleineres Segment konzentrieren, das ab Frühjahr im neuen Uniladen als integrierter Bestandteil der umgebauten Stadtinformation verkauft wird“, informiert Unisprecher Jan Meßerschmidt. Wichtig sei es, gute Produkte anzubieten, die für die Marke Universität Greifswald.

In den beiden letzten Jahren hatte sich der Schriftzug „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ als verkaufsfördernd erwiesen, bestätigt Meßerschmidt. Nach der Entscheidung des Senats zur Trennung von Arndt stieg die Nachfrage nach solchen Produkten.

Unabhängig vom Umzug des stationären Landes bleibt der zugehörige Internetshop mit den bislang dort schon angebotenen Produkten unberührt. „Wir haben bereits einige Veränderungen in die Wege geleite“, erläutert der Sprecher. „Produkte wie Tagungsmappen, Schreibblöcke und zukünftig auch Kugelschreiber und Gastgeschenke können Universitätsmitglieder beispielsweise für Tagungen schon jetzt über den eShop unserer Beschaffung ordern.“

Der Uniladen ist ein Kind des früheren Kanzlers Thomas Behrens und wurde kurz vor der 550-Jahr-Feier der Universität Greifswald 2006 gegründet. Er amtierte 2004 bis 2008. Damals wurde die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Service GmbH (EMAUS GmbH) gegründet. Sie sollte nach damaligen Vorstellungen auch Weiterbildungen anbieten. Auch von einem Universitätsverlag war die Rede. Behrens verkündete im Jubiläumsjahr, dass die Gewinnzone erreicht sei. In den Jahren der Zugehörigkeit zur EMAUS GmbH war das nur noch 2009 der Fall, sonst wurden Verluste geschrieben. 2013 wurde der Uniladen Teil des Universitätsvermögens. Die EMAUS GmbH existierte als leere Hülle ohne Geschäftsbetrieb weiter. Auf Beschluss der Gesellschaftversammlung erfolgt derzeit die Liquidation. „Der Uniladen hat keine hohen Gewinne abgeworfen“, beschreibt Unisprecher Jan Meßerschmidt die Geschäftslage des Uniladens in den letzten fünf Jahren.

In der Anfangszeit sorgte der Uniladen auch überregional für Aufsehen. Produkte wie Karzer- oder Rubenowbier, Weine, historische Karten und anderes waren dafür verantwortlich.

Immer wieder war auch ein Umzug in das Hauptgebäude oder das bisher nicht zustande gekommene Schauhaus in der Alten Physik im Gespräch.

Eckhard Oberdörfer

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