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Greifswald Greifswalder Verein gibt jungen Togolesen eine Perspektive
Vorpommern Greifswald Greifswalder Verein gibt jungen Togolesen eine Perspektive
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00:05 27.04.2016
Etienne Dablé vom togolesischen Verein IT Village besuchte am Montag Hinrich Kuessner und überreichte Gastgeschenke. Quelle: Cornelia Meerkatz
Greifswald

Etienne Dablé , Vorsitzender des Vereins IT Village aus dem togolesischen Lome in Westafrika, ist noch immer überwältigt: Die Greifswalder Braun-Gruppe spendet eine Million Euro (die OZ berichtete). In der Savannenregion im Norden Togos wollen die Brauns in der Kreisstadt Cinkasse ein Krankenhaus errichten. IT Village ist der Partner vor Ort.

Dablé, der 14 Jahre in Hamburg lebte, dort studierte, den Abschluss als Diplomingenieur erwarb und neben der togolesischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist in dieser Woche zu Gast beim Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ) in Greifswald, den Hinrich Kuessner leitet. Auch mit Norbert und Dagmar Braun hat er sich bereits getroffen. „Ich will berichten, wie es mit dem Krankenhausprojekt vorangeht“, sagt er. Bis Ende Mai müsse geklärt sein, welches Grundstück die Kommune für das Krankenhaus zur Verfügung stellt, damit im Juni mit der Planung begonnen werden könne.

„Ende des Jahres soll der Bau, der zwei Jahre dauert, starten“, erläutert Dable. Nach seinen Worten warte die Bevölkerung in Cinkasse sehnsüchtig auf das Krankenhaus, da es in der Stadt keinen Arzt gäbe und viele Frauen während der Entbindung sterben würden. Auch die Säuglingssterblichkeit sei sehr hoch.

Doch der DAZ-Verein unterstütze die Region auch auf andere Weise: „So konnten in unserer Tischlerei Schulmöbel angefertigt werden. Zudem wurden Kinder aus armen Familien mit Schulmaterial ausgestattet“, berichtet Etienne freudig. Die Greifswalder Martinschule, die Gesamtschule Ahlbeck und die Schule in Süderholz unterstützen das Projekt. 30000 Euro gibt DAZ zudem für das tägliche Schulessen für 1500 Schüler aus der Savannenregion im Norden Togos während der letzten drei Monate der Trockenzeit. 44 Cent sind pro Schüler notwendig. Außerdem werden drei Frauen beschäftigt, die das Essen kochen und ausgeben. „Es ist wichtig, dass junge Leute bei uns einen Beruf lernen, Arbeit finden und eine Perspektive haben“, sagt Dablé. Deshalb organisiert er zusammen mit DAZ eine Imkerausbildung. Für die Herstellung geeigneter Honigverpackungen vor Ort in Westafrika gibt es eine Kooperation mit der TH Wildau. „Ohne die große Hilfe aus Deutschland wäre das alles nicht möglich“, bedankt sich Etienne Dablé.Spendenkonto: www.daz-eu.de

Von cm

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