Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Greifswalder pilgerten im Mittelalter nach Maastricht
Vorpommern Greifswald Greifswalder pilgerten im Mittelalter nach Maastricht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 15.04.2013
Greifswald

Der bis heute erhaltene Schrein des Heiligen Servatius in Maastricht war im Mittelalter ein beliebtes Ziel frommer Pilger. Auch Greifswalder zog es vor allem im 13.

und 14. Jahrhundert dorthin.

„Mit einem Pilgerabzeichen zeigte man dann seine Frömmigkeit“, erzählt Giannina Schindler vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege. Sie leitet die Grabungen auf dem Grundstück Rakower Straße/Ecke Domstraße. Dort will der Pommersche Diakonieverein ein neues Verwaltungsgebäude errichten.

Hier wurde ein sehr gut erhaltenes Pilgerabzeichen mit dem Abbild des der Legende nach aus Armenien stammenden Bischofs von Tongern gefunden. Er soll am 13. Mai 384 verstorben sein. Über dem Grab wurde eine Kirche errichtet. Der Schrein stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Servatius ist einer der Eisheiligen. Diese sogenannten Wetterheiligen verbindet der Volksglaube mit der Bitte um gutes Wetter für die Landwirtschaft. „Das Pilgerzeichen haben wir in einer Grube gefunden, die um 1300 entstand“, erzählt Schindler. „Aus dem 14. Jahrhundert haben wir schon mehrere Abzeichen von Servatiuspilgern gefunden“, sagt die Archäologin. „Er muss auf dem Territorium des heutigen Mecklenburg-Vorpommern populär gewesen sein.“

Da der Diakonieverein ohne Keller baut, dringen die Ausgräber nur in kleinen Bereichen bis in die mittelalterlichen Schichten vor.

„Richtung Domstraße haben wir noch mittelalterliche Mauerreste gefunden“, berichtet Schindler. Die meisten Fundstücke stammen aus dem 18. Jahrhundert. Zudem war die Rakower Straße kein Wohnort der Oberschicht. Hier wohnten kleine Handwerker, in der Schwedenzeit auch mal ein Branntweinbrenner. Die betrieben nebenher Landwirtschaft. Ställe, Scheunen und Gärten gab es daher hier.

eob

Laut Statistik der Uni gab die Hochschule im letzten Jahr 45,1 Millionen Euro Drittmittel aus. 2011 waren es 43,2 Millionen Euro. Auf die Unimedizin entfiel mit 21,4 Millionen Euro etwas weniger Geld als 2011 (22,6 Millionen).

15.04.2013

In den Bibliotheken scheinen derzeit seltsame Dinge vor sich zu gehen. Als ich eines schönen Tages drei Bücher zu meinem Bachelorthema im Keller der Germanistik heraussuchen wollte, musste ich feststellen, dass eins nicht aufzufinden war.

15.04.2013

Rostocker Architekturbüro für die Planung des Zentrums für mikrobielle Genomforschung ausgewählt.

15.04.2013
Anzeige