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Greifswalder radelten zweimal um den Äquator

Greifswald Greifswalder radelten zweimal um den Äquator

677 Bürger beteiligten sich an dreiwöchigem Bundesvergleich – Hier steht die Stadt nun vorerst auf Platz 15

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Der Greifswalder Jascha Heine testete sein Rad auf einem welligen Parcours.

Quelle: Sven Jeske

Greifswald. Drei Wochen hatten die Greifswalder Zeit, um zu radeln, was das Zeug hält. Nun, da ihre Runde im bundesweiten Vergleich von 467 Kommunen endet, wird deutlich: Die Hansestadt ist eine Radfahrer-Hochburg. Bis einschließlich gestern absolvierten 677 Bürger insgesamt 116727 Kilometer per Rad. „Dies“, verdeutlicht Michael Haufe, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, „entspricht der 2,91-fachen Länge des Äquators.“ Und bringe Greifswald im Moment Platz 15 in Deutschland ein. Im Moment deshalb, weil nicht wenige Städte und Gemeinden ihren dreiwöchigen Wettbewerbsbeitrag noch nicht erbracht haben. Bis Ende September haben sie Zeit dazu. Dann erst wird man in Greifswald wissen, wo genau man bundesweit steht.

Wie groß die Begeisterung für das klimafreundliche Radeln in Greifswald ungeachtet dessen ist, zeigte sich gestern auf dem Marktplatz, wo die Stadtwerke einen Fahrrad-Aktionstag veranstalteten. Mehr als 2000 Menschen kamen, sahen und machten teilweise mit. Prominenter Gast war der einstige Radsport-Star Uwe Ampler, mehrfacher Gewinner der legendären Friedensfahrt (einer mehrwöchigen Tour durch Polen, die Tschechoslowakei und die DDR), zudem Straßen-Radweltmeister von 1986 und Olympiasieger von 1988. „Ich finde, das Fest ist eine super Aktion, um Sport und Umwelt miteinander zu verbinden“, lobte er. Radfahren, gab Ampler zu bedenken, werde erst schön, „wenn man währenddessen auch die Natur genießt“.

Gemeinsam mit 50 Enthusiasten machte sich Ampler gestern auf eine 42 Kilometer lange Tour ins Seebad Lubmin und zurück. Derweil ging es auf dem Markt bunt und laut zur Sache. Kinder konnten auf einem Sicherheitsparcours der Verkehrswacht trainieren oder aber sich auf einem Rad in einem Wasserbecken abstrampeln. Wer wollte, konnte sein Rad codieren lassen, was laut Mario Tschirn, Präventionsberater bei der Polizei, durchaus Sinn macht, „da es so im Falle eines Diebstahls wieder gefunden werden kann“.

Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Die Grünen) lobte die Aktion: „Das Fest ist eine tolle Idee, da es die sportliche Seite, die Familie und die Gesundheit mit einbezieht und mehr Werbung für das Radfahren in Greifswald macht.“ Nebenbei, so Fassbinder, sei auch auf Defizite in der Fahrradinfrastruktur aufmerksam gemacht worden. So seien Fahrradwege nach Neuenkirchen und Griebenow dringend, um die Situation zu verbessern.

Besucherin Stefanie Weu merkte an: „Es ist schwierig, in Greifswald Rad zu fahren. Ich fühle mich auf den gekennzeichneten Fahrradstreifen meist nicht sicher und finde auch, dass die Autofahrer oft sehr rücksichtslos sind. Es müssten auch außerhalb der Stadt viel mehr Radwege gebaut werden.“ 2015 erst war ein Weg nach Helmshagen I übergeben worden. Der Landkreis hat einem Radweg zum Marktkaufgelände in Neuenkirchen Priorität eingeräumt.

Annemarie Bierstedt

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