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Greifswalder wollen auf Lesbos helfen

Greifswald Greifswalder wollen auf Lesbos helfen

Auf der griechischen Insel ist die Not für viele Flüchtlinge groß / Die Freiwilligen fühlen sich vorbereitet

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Seit dem Sommer vergangenen Jahres erreichen fast täglich neue Flüchtlinge die griechische Insel Lesbos. Die Überfahrt wagen sie oftmals in kaum tauglichen Booten.

Quelle: Achilleas Zavallis/afp

Greifswald. Auf der griechischen Insel Lesbos spielen sich nach wie vor jeden Tag menschliche Tragödien ab. Die mediale Aufmerksamkeit hat sich allerdings verschoben. Nicht die täglich zu Hunderten aus der Türkei ankommenden Flüchtlinge sind die Geschichte, nicht die gesunkenen Boote und schon gar nicht die angeschwemmten Leichen. Zurzeit sind die Vorgänge an der mazedonischen Grenze im Fokus der Aufmerksamkeit. Trotzdem benötigten die Flüchtlinge auf Lesbos akute Hilfe.

OZ-Bild

Auf der griechischen Insel ist die Not für viele Flüchtlinge groß / Die Freiwilligen fühlen sich vorbereitet

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Zahlreiche ehrenamtliche sind deshalb vor Ort und tun ihr Bestes. In wenigen Wochen will auch ein Greifswalder Teams in zwei Etappen mithelfen. Laura-Ann Schröder (26) und eine weitere Person fliegen vom 4. bis zum 17. April auf die Flüchtlingsinsel. „Wir machen das in unserer Freizeit und verwenden unseren Urlaub oder unsere Ferien darauf“, sagt Schröder, die hier als Pädagogin in der Jugendarbeit tätig ist. Eigentlich wollten sie zu dritt runter, doch eine Person konnte nicht, weshalb sie hoffen, kurzfristig noch jemanden zu finden. Das zweite Greifswalder Dreier-Team mit dem 23-jährigen Studenten Benjamin Schwarz will vom 15. April bis zum Mai auf die Insel.

Was genau wollen sie dort tun? „Wir wollen am Strand Rettungsdecken verteilen, die Ankommenden erstmal versorgen, zum Beispiel mit trockener Kleidung oder mit etwas zu trinken und Medikamenten, für sie Essen kochen und weitere Unterstützung anbieten“, sagt Schwarz, der in Greifswald Politik und Geschichte studiert.

Die beiden Freiwilligen haben schon zahlreiche Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe gesammelt. Im vergangenen Jahr haben sie beispielsweise Syrern geholfen, als diese in der Turnhalle in der Feldstraße einquartiert wurden. Zudem haben sie mehrfach Flüchtlinge auf den Fähren nach Schweden begleitet. Schwarz sogar über 20 Mal. Teilweise spielten sich an Bord dramatische Szenen ab, etwa als Norwegen während einer Überfahrt seine Grenzen schloss und die, die dorthin wollten, plötzlich auf dem Schiff „gestrandet“ waren.

„In Deutschland sind die Geflüchteten in relativer Sicherheit“, sagt Laura-Ann Schröder. „Wir wollen deshalb dort etwas tun, wo die Not am größten ist.“ Auf Lesbos werden sie womöglich schlimme Erfahrungen machen, da wie eingangs erwähnt nicht alle Flüchtlinge die Überfahrt schaffen. Wie bereiten sich die Freiwilligen darauf vor? „Es gibt vor Ort psychologische Betreuung für die Helfer“, sagt Schwarz. Hier habe er sich schon mit Bekannten darüber ausgetauscht. Er fühlt sich vorbereitet.

Und wie wollen sie sich verständigen? „Englisch ist relativ weit verbreitet“, sagt er. Schröder ergänzt: Durch die bisherige Hilfe habe sie schon das ein oder andere Wort auf arabisch gelernt.

Auch die Helfer brauchen Hilfe

Hinter dem Begriff Crowdfunding verbirgt sich in der Regel eine Spendensammelaktion im Internet. Sie fußt darauf, dass viele Menschen bereit sind, etwas Geld zu geben, so dass aus vielen kleinen Beträgen die anvisierte Summe zusammenkommt. Die Greifswalder Freiwilligen haben sich 3000 Euro als Ziel gesetzt. 1800 Euro sind schon da. Mehr Infos: www.betterplace.org/p40253 oder auf betterplace nach „Volunteers for Lesbos“ suchen.

• Wer ihnen Sachspenden mit auf den Weg geben möchte, kann per Mail Kontakt aufnehmen:

volunteersforlesbos@web.de

Von Kai Lachmann

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