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Greifswald Job-Motor in der Hansestadt brummt
Vorpommern Greifswald Job-Motor in der Hansestadt brummt
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06:08 11.01.2019
Der Parkplatz vor dem Uni-Klinikum Greifswald. Quelle: Archiv
Greifswald

Greifswald boomt. Nicht nur die Einwohnerzahl hat im vergangenen Jahr die Marke von 58 000 übersprungen, auch die Arbeitslosenquote mit unter acht Prozent zeigt, dass die Hansestadt wirtschaftlich im Aufwind ist. Tatsächlich sind die meisten Unternehmen in Greifswald auf Wachstumskurs und stellen weiter Mitarbeiter ein.Wir haben uns nach den Mitarbeiterzahlen der größten Unternehmen erkundigt – und in eine Reihenfolge gebracht.

Die Universitätsmedizin ist Greifswalds größter Arbeitgeber mit 3326 Angestellten. Das ist im Gegensatz zum Vorjahr ein leichter Rückgang um rund 25 Stellen. Abbau gab es im Verwaltungsbereich, Zuwachs in der Wissenschaft. „Wir bemühen uns weiterhin unter Hochdruck, offene Stellen im Bereich der Pflege und Ärzte zu besetzen“, sagt Marie le Claire, kaufmännischer Vorstand. Das Universitätsklinikum befindet sich seit Jahren auf einem strikten Sparkurs, um ein aufgelaufenes Millionendefizit auszugleichen. In diesem Jahr soll die schwarze Null erreicht werden.

Auf Platz zwei der größten Arbeitgeber steht die Universität Greifswald mit etwa 1350 Mitarbeitern. Nicht nur das wissenschaftliche Personal ist in dieser Zahl enthalten sondern auch die Mitarbeiter in der Verwaltung der Universität. Auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald zählt zu den größten Arbeitgebern. Da der offizielle Sitz in Greifswald ist, gehört der Landkreis natürlich mit in unsere Liste. Rund 1230 Menschen sind hier angestellt.

Mit aktuell 900 Mitarbeitern am Standort Greifswald ist der Hersteller von Segel- und Motoryachten Hanseyachts der Aufsteiger unter den größten Unternehmen. „Wir sind kräftig gewachsen“, sagt Finanzvorstand Sven Göbel. 2017 hatte das Unternehmen noch 100 Mitarbeiter weniger. Mit 140 Millionen Euro hat die Hanseyachts AG im Börsenjahr 2017/18 den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt.

Die Johanna-Odebrecht-Stiftung mit etwa 850 Angestellten kümmert sich um alte Menschen, psychisch Kranke, Menschen mit Suchterkrankungen sowie mit geistigen und körperlichen Behinderungen und um Kinder. Auch dieses Unternehmen sucht Verstärkung, vor allem im ärztlichen Bereich.

Die „Braun-Unternehmensgruppe“ mit Sitz in der Hansestadt beschäftigt etwa 800 Mitarbeiter, von denen aber nicht alle am Standort Greifswald arbeiten. Die Firmengruppe ist breit aufgestellt, unter anderem zählen das Modehaus Jesske oder die Greifenfleisch GmbH dazu. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind hier rund 50 Beschäftigte dazu gekommen.

Auch die Sparkasse Vorpommern hat ihren Sitz in Greifswald. Bei dem Unternehmen mit dem markanten roten „S“ arbeiten derzeit 677 Mitarbeiter, dazu kommen zahlreiche Auszubildende.

Auf Platz acht der größten Arbeitgeber Greifswalds steht die Greifswalder Stadtverwaltung. Etwa 630 Angestellte arbeiten dort. Im Jahr 2019 werden aller Voraussicht nach noch einmal 14 Stellen dazukommen. „Die Aufgaben werden immer komplexer“, so Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), Und „die Einwohner werden anspruchsvoller, was Service und Information angeht.“ (die OZ berichtete)

Die Medigreif-Unternehmensgruppe wurde 1990 gegründet und ist mit derzeit 565 fest Angestellten einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen der Region. Mit zur Gruppe gehören unter anderem die Parkklinik in Greifswald mit verschiedenen Rehaeinrichtungen oder die Inselklinik Heringsdorf.

Die manufacturing logistics and services GmbH (ml&s) hat sich auf hochspezialisierte Zulieferungen im Elektronikbereich spezialisiert. Hier arbeiten derzeit knapp 500 festangestellte Mitarbeiter, dazu kommen noch mal rund 30 Leiharbeiter. Die Firma mit Sitz in der Siemensallee sucht weiterhin nach Fachleuten, um sich zu vergrößern. „Heute sind wir mehr als gut ausgelastet und suchen Mitarbeiter in vielen Bereichen“, sagt Udo Poissin, Geschäftsführer von ml&s. In den kommenden Jahren will sich das Unternehmen noch internationaler aufstellen, dann werden wohl noch mehr Jobs geschaffen. Gestartet war das Unternehmen als Nachfolger der Siemens-Fertigung im Jahr 2002 mit 240 Mitarbeitern.

Das Friedrich-Loeffler-Institut mit Sitz auf der Insel Riems verfügt nicht nur über einen hervorragenden Ruf, was seine Forschung zu Tierseuchen betrifft. Auch als Arbeitgeber ist die Institution eine große Nummer. Knapp 500 Angestellte sind beim Loeffler-Institut beschäftigt.

Das Callcenter Teleperformance hat etwa 450 Mitarbeiter, viele davon Studenten. Die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zu vorherigen Jahren relativ konstant. Das Unternehmen setzt auf Wachstum und möchte mehr Callcenter-Mitarbeiter ausbilden und einstellen. Die BDH-Klinik ist als Behandlungszentrum für Querschnittsgelähmte weit über die Grenzen Vorpommerns bekannt. Etwa 350 Angestellte arbeiten dort. Gesundheits- und Krankenpfleger werden weiterhin gesucht.

Auf Platz 13 der größten Arbeitgeber in Greifswald stehen die Stadtwerke mit ihren Tochtergesellschaften. „277 Angestellte sind es dort insgesamt, im Schwimmbad arbeiten 44 Leute, darunter zwei Auszubildende und 12 (studentische) Hilfskräfte, im Verkehrsbetrieb gibt es 50 Mitarbeiter“, sagt Personalmanagerin Kathrin Motullo. Das Callcenter Fonetix hat derzeit etwa 240 Angestellte, auch hier gehören viele Studenten zum Team.

Stefanie Ploch und Anne Ziebarth

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