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Greifswald Große Freude über Tausende Euro
Vorpommern Greifswald Große Freude über Tausende Euro
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00:40 05.03.2018
Mayk Borchardt, Gründer der Strandkorb- WM, Ute Hascher-Brückner und Kfz-Sachverständiger Gerd Hascher aus Zinnowitz.

Es war eine gelungene Mischung aus leckerem Büfett mit regionalem Wildschwein als Krönung, Musik, reichlich Tanz und vielen guten Gesprächskontakten in gemütlicher Atmosphäre. So war garantiert, dass auch der 5. Usedomer OZ-Ball zu einem nachhaltigen Erlebnis wurde. Im OZ-gemäß blau-weiß ausstaffierten Kaiserbädersaal des Heringsdorfer Maritim-Hotels Kaiserhof waren am Sonnabend 240 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medizin versammelt, um ausgelassen zu feiern.

Zunächst aber richtete sich der Fokus in einem offiziellen Teil auf das Ehrenamt. OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) kam die schöne Aufgabe zu, Vertreter engagierter Vereine nach vorn zu bitten, jeweils begleitet von lautem Fußtrommeln der Gästeschar. Zum vierten Mal verlieh die Achterkerke-Stiftung gemeinsam mit der OZ den mit 4000 Euro dotierten Ehrenamtspreis. Die Stiftung tritt seit 2008 für die Chancengleichheit von in der Region lebenden Kindern und Jugendlichen ein und fördert deren soziale Kompetenzen. Der Preis in diesem Jahr ging an die Abteilung Judo des SV Motor Wolgast. „Alle Kinder, die bei uns anklopfen und trainieren möchten, finden Einlass“, erklärte Abteilungsleiter Holger Bähr, der gemeinsam mit Trainer Mario Schult die Auszeichnung samt einem farbenfrohen Pokal dankend entgegennahm. „Dabei haben Sie auch Migranten integriert, die so zu Wolgastern wurden“, ergänzte Heinz- Egon Achterkerke.

Einen mit 1000 Euro dotierten Anerkennungspreis der Stiftung erhielt die Fußballnachwuchs-Abteilung des SV Eintracht Ahlbeck, in der aktuell 50 bis 60 Seebad-Kinder kicken. „Wir wollen das Geld nutzen, um im Mai mit allen Kindern zum Hansa-Spiel ins Ostseestadion zu fahren“, sagte Cindy Grewe, die die Urkunde freudig in Empfang nahm.

Neu: Ein Greifswalder Unternehmer-Konsortium stiftete für die Region Greifswald beide Preise in gleicher Höhe und beweist so ebenfalls ein Herz für die Förderung der jungen Generation. Über den Ehrenamtspreis und somit 4000 Euro können sich die Mitglieder des Vereins Blasorchester Greifswald freuen. Das Ensemble zählt rund 50 aktive Mitglieder, von denen die Hälfte Kinder und Jugendliche sind, und lässt ganzjährig bei Auftritten in Greifswald und Umgebung von sich hören. „Einige neue Instrumente können wir immer gebrauchen. Und diese sind teuer“, verdeutlichte Torsten Lüth, der zusammen mit Anne Gaschler für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Beide erhielten den begehrten Preis vom Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald, Thomas Prauße, überreicht, der das Unternehmer-Konsortium vertrat.

Der 1000 Euro schwere Anerkennungspreis ging an die Kindergruppe der „Rising Stars“ des Vereins Ostseetanz Greifswald. Die Discodancer-Gruppe besteht aus sieben Mädchen, die für ihr Leben gern tanzen und sich in diesem Jahr für die Europameisterschaft in Tschechien qualifiziert haben. „Wir können das Geld für neue Kostüme und für unsere Fahrt im Juni nach Chomutov gut gebrauchen“, verkündete Trainerin Janine Liskow, die sich herzlich für Anerkennung und Finanzspritze bedankte.

Förderung auch 2019

Auch im Jahr 2019 sollen sowohl der Ehrenamtspreis als auch der Anerkennungspreis in der Region Usedom/Wolgast beziehungsweise in der Region Greifswald ausgelobt werden. Ziel ist eine Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit unter anderem von Vereinen, die sich auch um Kinder und Jugendliche kümmern und ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglichen. Förderer sind bereit, weiter finanzielle Hilfe zu leisten. Schon jetzt will die OZ ihre Leser und Vereine ermutigen, zum gegebenen Zeitpunkt Vorschläge einzureichen oder Bewerbungen abzugeben.

Tom Schröter

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