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Greifswald Große Lust auf neue Herausforderung
Vorpommern Greifswald Große Lust auf neue Herausforderung
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00:00 15.09.2018
Greifswald

Ihr erster Gottesdienst im Dom St. Nikolai ist bereits Geschichte. Am 2. September begrüßten die Pastoren Beate Kempf-Beyrich (49) und Tilman Beyrich (51) ihre neue Gemeinde – und verabschiedeten zugleich Kirchenmusikdirektor Jochen A. Modeß.

Beate Kempf- Beyrich und Tilmann Beyrich freuen sich auf die neue Arbeit in Greifswald. Eines ihrer Ziele ist es, mit den anderen Kirchengemeinden engen Kontakt zu pflegen. Quelle: Foto: Petra Hase

Ein für sie „sehr bewegender“, zugleich wehmütiger Auftakt ihres neuen Lebensabschnitts. Denn mit dem langjährigen Bachwochen- Leiter verbindet sie viel: „Jahrelang haben wir beim Festival mitgesungen“, sagt ein begeisterter Tilman Beyrich. Singen wird das Ehepaar weiterhin – lieben sie doch die Musik als Lebenselixier im Allgemeinen und die Bachwoche im Besonderen. Nur Modeß werde bei den künftigen Auftritten fehlen...

Wenn die Beyrichs morgen beim Gottesdienst nun offiziell in ihr neues Amt eingeführt werden, predigen ganz bewusst beide. Denn die gebürtige Schwäbin möchte von Anfang an nicht als „Pastorenfrau“

gehandelt werden. Agiert sie doch gleichberechtigt neben ihrem Mann: Beide bekleiden eine halbe Stelle. Ungewöhnlich für die Gemeinde, nicht aber für das Paar. „Auch auf Usedom teilten wir uns eine Stelle, das war wunderbar“, sagt Tilman Beyrich. 14 Jahre lang wirkten sie erfolgreich in der Kirchengemeinde Heringsdorf-Bansin. Die zählte 1200 Glieder, genau so viele wie die Domgemeinde.

Der Abschied von der Insel „fiel mir schon schwer“, offenbart Beate Kempf-Beyrich. Schwerer als ihrem Mann, der in Greifswald geboren und aufgewachsen ist, hier anfangs sogar studierte, bevor er zur Uni nach Tübingen wechselte. Dort lernten sich beide kennen und lieben und entschieden sich 1995 nach seiner Promotion, nach Greifswald zu ziehen. „Insofern ist unser Neubeginn hier auch ein Stück Rückkehr“, sagt Kempf-Beyrich. Während er zwölf Jahre an der Uni arbeitete, absolvierte sie ihre beiden Examen, gefolgt vom Vikariat an der Jacobikirche. Doch auch St. Nikolai spielte damals bereits eine Rolle. „Unsere zwei ältesten Kinder wurden im Dom getauft“, erzählt die vierfache Mutter.

Auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde freut sich die Pastorin ganz besonders. „Dies wird einer meiner Schwerpunkte sein.“ Tilman Beyrich indes will sich vornehmlich um Verwaltung, Finanzen und die Kultur kümmern. Zudem freue er sich auf die Arbeit mit Studenten – eine halbe Stelle im Institut für Kirchenmusik macht’s möglich. „Während ich ab Oktober eine Viertel-Pfarrstelle im Bürgerhafen des Pommerschen Diakonievereins antrete“, sagt seine Frau. Daneben gebe es etliche andere Aufgaben. An Arbeit mangele es also nicht. „Aber wir freuen uns schon sehr darauf“, erklärt sie.

Petra Hase

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