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Greifswald Großzügige Spende rettet Boxverein — vorerst
Vorpommern Greifswald Großzügige Spende rettet Boxverein — vorerst
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11:29 21.02.2015
Diese drei halten zusammen (v.l.): Ralf Kausch, Horst Femfert und René Neumeister. Quelle: kl

Riesengroße Freude beim Boxverein der Hansestadt: Der Greifswalder Unternehmer Ralf Kausch spendete dem Club 4000 Euro, und damit genau die Summe, die die Boxer benötigen, um alle laufende Kosten für dieses Jahr zu tragen zu können. „Wahnsinn! Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Super, super, super! So eine große Spende haben wir noch nie bekommen. Vielen herzlichen Dank“, sagte ein freudestrahlender René Neumeister, seines Zeichens Präsident des Vereins.

Kausch hatte von der finanziellen Misere der Boxer aus der OSTSEE-ZEITUNG erfahren. In der vergangenen Woche las er den Artikel „Greifswalder Boxclub kämpft weiter um seine Zukunft“. Darin wurde beschrieben, dass den Sportlern fehlende Einnahmen aus dem Sponsoring und neue Gebühren des Deutschen Boxverbandes ein Loch in die Kasse reißen. Die Greifswalder Bürgerschaf hatte bereits eine Unterstützung in Höhe von je 10000 Euro für 2015 und 2016 zugesagt. Doch das Geld reicht nicht aus, um alles zahlen zu können.

„Mich hat vor allem beeindruckt, wir integrativ der Verein arbeitet“, sagte Ralf Kausch über seine Beweggründe. Ein großer Teil der Kinder im Verein hat einen Migrationshintergrund. „Jugendliche haben viel Kraft. Hier wird sie in die richtigen Bahnen gelenkt.“ Kausch sei Greifswalder von ganzem Herzen und es wäre ein großer Verlust für die Stadt, wenn es den Verein nicht mehr geben würde.

„Gerade die Vielfalt macht Greifswald interessant.“

„Wir hatten schon überlegt, ob wir unser Auto verkaufen, mit dem wir die Kinder zu den Wettkämpfen fahren“, sagte Neumeister. „Aber wenn sie nicht mehr an Turnieren teilnehmen können, würden wir damit den Ast absägen, auf dem wir sitzen.“ Gedanken dieser Art gehören zumindest in diesem Jahr der Vergangenheit an. Nun können sich die Boxer wieder ganz auf die sportlichen Aspekte konzentrieren.

Die Landesmeisterschaften stehen vor der Tür. „Wir fahren mit 15 Kindern nach Waren. Der ein oder andere Titel sollte drin sein“, sagte Trainer Horst Femfert. „Und wenn Sie, Herr Kausch, auch mal boxen möchten, kommen Sie gerne vorbei. Unsere Tür steht ihnen immer offen.“ Kai Lachmann



OZ

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