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Grüne kritisieren Super-Poller

Greifswald Grüne kritisieren Super-Poller

An der Klappbrücke in Wieck haben die Bauarbeiten für einen extrastarken Poller begonnen, mit dem „Schwarzfahrer“ an einer Überfahrt über das Denkmal gehindert werden sollen.

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Das war nur einer von zahlreichen Pollerunfällen im Jahr 2012: Das Auto ohne Sonderberechtigung wurde regelrecht aufgespießt.

Quelle: Vivien Kurowski

Greifswald. Die Grünen kritisieren die Arbeiten als überzogene „Verbarrikadierung der Wiecker Brücke“. Die Kosten von 140 000 Euro stünden in keiner vernünftigen Relation zu anderen drängenden Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr, sagte Alexander Krüger vom Kreisvorstand der Grünen .

Die Unfallserie an der denkmalgeschützten Holzbrücke ist lang: Allein seit August 2011 war es nach Angaben der Stadt zu 29 Unfällen an dem versenkbaren Poller gekommen. Acht Poller wurden dabei verschlissen. Nicht dokumentiert sind die Schäden der Autofahrer, die auf den Poller aufsetzten, während sie versuchten, Fahrzeugen zu folgen, die mit einer Sonderberechtigung über die Brücke fuhren.

Die Abkürzung über den Fluss Ryck erspart Autofahrern zwischen den Stadtteilen Wieck und Eldena einen Umweg von elf Kilometern durch die Stadt. Derzeit sind bei der Stadt rund 800 Fahrzeuge mit Sonderberechtigung registriert.

Der in Italien produzierte „Super-Poller“ sei mit einem „Anprallwiderstand“ von 6,8 Tonnen wesentlich robuster, argumentiert die Stadt. Er kostet rund 120 000 Euro. Dazu kommen weitere 12 600 Euro für eine Videokamera, mit der Verkehrsverstöße an der Klappbrücke dokumentiert werden sollen. Zudem ist die Anlage mit einem Sensor versehen, um zu verhindern, dass zwei Fahrzeuge die Brücke auf einmal passieren.

Die Arbeiten sollen am 10. Mai abgeschlossen werden. Dis dahin ist die Brücke für alle Fahrzeuge gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können weiterhin passieren.

OZ

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Greifswald
An der Brücke wird ein 140 000 Euro teurer Poller gebaut. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Die unberechtigte Überfahrt an der historischen Klappbrücke in Greifswald-Wieck soll mit der 140 000 Euro teuren Neuinstallation ein Ende haben.

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