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Grünes Licht für neue Fischerschule

Hansestadt mit zwei ehrgeizigen Schulbauplänen: Über 23 Millionen sollen investiert werden Grünes Licht für neue Fischerschule

Fachgremien der Bürgerschaft stimmen mit großer Mehrheit für den Architektenentwurf

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So sieht der Entwurf aus. Baubeginn soll Juli 2017 sein, Bauende Sommer 2019. Dann sollen die Außenanlagen folgen.

Quelle: Zeichnung: Planungsbüro Fmr

Greifswald. Die Aussichten sind rosig: In genau einem Jahr will die Hansestadt Greifswald mit einem ihrer ambitioniertesten Projekte, dem Neubau der Fischerschule, an den Start gehen. Den Grundstein legten dafür am Montagabend der Finanz-, der Bau- und der Bildungsausschuss der Bürgerschaft in einer gemeinsamen Sondersitzung. Mit 33 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und zwei Nein-Stimmen befürworteten sie die vorliegende Planung und somit das 19,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Geplante Fertigstellung: Sommer 2019. Dem noch ausstehenden Beschluss des Stadtparlaments im Juli dürfte nun kaum noch etwas im Wege stehen.

OZ-Bild

Fachgremien der Bürgerschaft stimmen mit großer Mehrheit für den Architektenentwurf

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Die Fischerschule

624 Schüler sollen künftig in der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“ unterrichtet werden, derzeit sind es knapp 400.

2,4 Quadratmeter wird jedem Schüler im Klassenraum des Neubaus zugestanden. In der neu errichteten Kollwitz-Grundschule sind es nur 1,9 Quadratmeter.

Das spricht für das Konzept des Greifswalder Planungsbüros Frank Milenz Rabenseifner. Nach dem Neubau der Kollwitz-Grundschule – im vorigen Jahr eingeweiht – wurde es erneut von der Verwaltung mit der Planung eines Schulbaus beauftragt. Der besondere Anspruch: Die Ganztagsschule für maximal 624 Fünft- bis Zehntklässler soll inklusiven Charakter haben; leistungsstarke Schüler lernen gemeinsam mit Kindern, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen und/oder besondere Förderungen benötigen. Das erfordere ein sehr flexibles Raumkonzept, machte Architekt Mike Rabenseifner vor den Fachgremien deutlich. Die von ihm erläuterten Grundrisse der drei Ebenen veranschaulichten die Aufteilung der insgesamt 4900 Quadratmeter großen Nutzfläche. „Praxis- und Kreativmodul“ zum Beispiel ersetzen darin althergebrachte Begriffe wie Werk- oder Kunstraum, die Aula heißt hier Forum. Letzteres wird eh der Clou, sofern die Blütenträume reifen: Die 600 Quadratmeter große Halle erstreckt sich als Atrium mit Lichthof über alle Ebenen bis ins Obergeschoss. Sie soll nicht nur als Veranstaltungsort dienen, sondern auch als eine Art Marktplatz, als Pausenhof, Bühne, Essenssaal – eben multifunktional.

„Der Bestuhlungsplan sieht vor, dass hier bis zu 600 Personen Platz finden“, berichtete Mike Rabenseifner. Vor den Klassenräumen würden sogenannte Freilernbereiche zum Verweilen einladen, Garderobenkisten ersetzen Schließfächer. Es soll Räume für Sozialarbeiter, Sonderpädagogen und sogar einen Arzt geben. Auch an eine Lehrküche, Fahrradwerkstatt, Mediathek und ein Schülercafé wurde gedacht.

Um den zunächst sehr schlichten Baukörper aufzupeppen, haben sich die Architekten für unregelmäßige Dachkanten und einen Einschub im Erdgeschoss entschieden. Panoramafenster und eine Textur auf der Fassade sollen das moderne Design unterstreichen. Nicht zuletzt soll die Gestaltung der Außenanlagen das innovative Projekt abrunden: Schulgarten, Spiel- und Sportangebote, eine Liegewiese und ein Schachfeld gehören zu den berücksichtigten Wünschen der Schüler und Lehrer.

Am Ende zeigte sich Schulleiterin Heike Kagel gegenüber den Abgeordneten „froh und dankbar, dass Sie sich für einen Neubau und nicht für die Sanierung entschieden haben“. Die Investitionssumme sei sehr groß. Doch Kagel ließ keinen Zweifel aufkommen, dass es sich hierbei um gut angelegtes Geld handele. Die meisten Gremiumsmitglieder waren denn auch des Lobes voll. Lediglich André Bleckmann (FDP) kritisierte, dass Greifswald statt der ursprünglich geplanten 5,6 Millionen Euro Eigenmittel nun fast zehn Millionen Euro aufbringen müsse. Grund für ihn, das Konzept abzulehnen.

Die Erhöhung des Eigenanteils hängt mit der Förderung zusammen. Ursprünglich ging die Stadt davon aus, 75 Prozent der Investitionssumme aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) zu erhalten. Daraus wird nun nichts: Das Land habe zwischenzeitlich 10,25 Millionen Euro in Aussicht gestellt, sagte Baudezernent Jörg Hochheim (CDU).

Petra Hase

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