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Greifswald Grünschnitt-Ärger: Stadt lässt Container aufstellen
Vorpommern Greifswald Grünschnitt-Ärger: Stadt lässt Container aufstellen
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08:00 10.11.2017
Jürgen Baumann aus Eldena entsorgt seinen Grünschnitt am Recyclinghof Eckhardsberg. Er ärgert sich über die Abschaffung der Abholung von zu Hause und fordert eine Neuregelung. Quelle: Katharina Degrassi
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Greifswald

Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) reagiert auf den Unmut zahlreicher Greifswalder über die weggefallene Abholung von Grünschnitt zu Hause. In der Vergangenheit gab es feste Termine für die kostenlose Mitnahme der Säcke. Stattdessen müssen diese nun zu den Wertstoffhöfen am Eckhardsberg und an der Ladebower Chaussee gefahren werden. Das hohe Verkehrsaufkommen, Umweltverschmutzung und lange Wartezeiten beklagen unter anderem die OZ-Leser Jürgen Baumann, Ernst-Hinrich Bahlke und Walter Bettin. Auch beim OB und der Stadtverwaltung haben zahlreiche Greifswalder ihrem Frust Luft gemacht.

Deswegen hat Fassbinder im Gespräch mit dem Entsorgungsunternehmen GEG nun einen Kompromiss gefunden: „Mit der GEG werden wir an definierten Stellen Grünschnittcontainer aufstellen. Das ersetzt nicht die Abholung von zu Hause, aber reduziert Wege“, sagt Fassbinder. „Ich habe die Ortsteilvertretungen gebeten, geeignete Standorte für die Aufstellung zu benennen.“ Wichtig sei, dass es sich um gut erreichbare Punkte handele, an denen eine gewisse soziale Kontrolle gegeben sei. Stadtverwaltung und GEG ist das Risiko bewusst, dass die Container auch für die Entsorgung anderen Mülls verwendet werden könnten. Daher stellt die GEG klar, dass sie das Angebot wieder zurücknimmt, sollte es zu einem Missbrauch der Container kommen. Start der Aufstellung soll spätestens im kommendem Jahr sein. Dann werden im Frühjahr und Herbst etwa zehn Container (33 Kubikmeter) für einen Zeitraum von zwölf bis 48 Stunden aufgestellt. Nach Aussage der Stadtverwaltung bietet die GEG den Service kostenlos an, weil das Unternehmen die Pflanzenabfälle gewinnbringend weiterverarbeiten kann.

Jürgen Baumann freut sich über die Ankündigung des OB: „Das wäre zu begrüßen. Hoffentlich werfen die Leute dann auch wirklich nur Grünschnitt rein.“ Noch besser fände er jedoch die Abholung von zu Hause. Hierfür wär er auch bereit, Geld zu bezahlen. „Zehn Euro pro Jahr müssten reichen, damit die Abholungskosten gedeckt sind“, schätzt Baumann.

Die großen Container stellen vor allem ältere Menschen vor körperliche Probleme, weil sie sehr weit nach oben greifen müssen, um die Abfälle abzuladen. „Das ist körperliche Schwerstarbeit“, sagt die 64-jährige Sonja Daemen. „In zehn Jahren kann ich das bestimmt nicht mehr machen.“ Sie weist darauf hin, dass längst nicht jeder ein Auto haben, gerade Ältere nicht.

Katharina Degrassi

Die Senatoren aus der Gruppe der Mitarbeiter der Greifswalder Hochschule planen eine Online-Befragung zu den Wünschen der Gruppen zum künftigen Uninamen, die sie vertreten. Zu den Varianten gehört auch weiterhin Ernst-Moritz-Arndt-Universität.

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