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Gymnasien erarbeiten jetzt Konzepte

Greifswald Gymnasien erarbeiten jetzt Konzepte

Die Ankündigung des Schweriner Bildungsministeriums, die beiden Greifswalder Gymnasien in kommunaler Trägerschaft zu Schwerpunktschulen zu entwickeln, stieß in den Häusern auf große Freude.

Greifswald. Die Ankündigung des Schweriner Bildungsministeriums, die beiden Greifswalder Gymnasien in kommunaler Trägerschaft zu Schwerpunktschulen zu entwickeln, stieß in den Häusern auf große Freude. Demnach soll das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium sein Profil im Bereich Humanistische Bildung/Alte Sprachen stärken, das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium hingegen im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften (die OZ berichtete).

„Ziel ist es, dass die Gymnasien stadtweite Angebote schaffen“, so Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD). Beim Humboldtgymnasium könne er sich also zum Beispiel eine Arbeitsgemeinschaft vorstellen, „die alle begeisterten Matheasse der Stadt oder auch darüber hinaus versammelt“. Das Humboldtgymnasium sei ausgewählt worden, da es hier bereits Kompetenzen bei der Hochbegabtenförderung gebe. Auch die Organisation von Mathe-Camps für Schüler des ganzen Landes sei denkbar, erklärte Brodkorb in einem Gespräch mit der OZ. Die Finanzierung übernehme das Land. „Damit betreiben wir jetzt echte Spitzenförderung in MV“, sagte er. Die beiden Greifswalder Schulen würden mit jährlich 150000 Euro zusätzlich unterstützt.

Ulf Burmeister, Leiter des Humboldtgymnasiums, freut sich über die Förderung aus Schwerin, die auch eine zusätzliche Lehrerstelle bedeute. „Wir haben ja schon Mathe-Clubs an unserer Schule. Das sind kleine, jahrgangsbezogene Gruppen von fünf, sechs Schülern“, berichtet er. Auch im Ganztagsbereich würde es bereits einige Angebote geben, die gut zur Schwerpunktschule passten – darunter die erfolgreiche Formel 1- Gruppe oder die Flugmodellbauer. Im Wahlpflichtbereich könnten interessierte Schüler zudem aus einem reichen naturwissenschaftlichen Fächerkanon wählen. „Zusätzlich haben wir Informatik als Hauptfach“, erwähnt Burmeister. Weitere Angebote werde es ganz sicher geben, wenn das Konzept erst einmal stehe. Ein Jahr lang haben die Schwerpunktschulen jetzt Zeit, konkrete Ziele zu Papier zu bringen, informierte Minister Brodkorb. Die Federführung des Projekts am Humboldtgymnasium werde sein Stellvertreter Heiko Gallert übernehmen, so Burmeister.

Bernd Albrecht, Leiter des Jahngymnasiums, betrachtet die künftige Förderung ebenfalls als Würdigung der bisherigen Leistungen Die Schule hat seinen Jahren einen Namen auf dem Gebiet der alten Sprachen. Es gibt sogar eine Altsprachen-Stiftung.

Insgesamt will das Schweriner Ministerium im gesamten Land 14 Bildungseinrichtungen als Schwerpunktschulen fördern.

Petra Hase

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