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HSG-Sportler in Not — wohin mit den Kanus ab April?

Greifswald HSG-Sportler in Not — wohin mit den Kanus ab April?

Am 31. März läuft die Kündigungsfrist für das Bootshaus der Abteilung Kanu der Hochschulsportgemeinschaft Greifswald ab.

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Greifswald. Am 31. März läuft die Kündigungsfrist für das Bootshaus der Abteilung Kanu der Hochschulsportgemeinschaft Greifswald ab. „Wir müssen mit einer Aufforderung zur Räumung in diesem Monat rechnen“, heißt es in einem von Abteilungsleiter Bernd Grommelt unterzeichneten Schreiben an Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) vom 7. März. Die Eigentümerin, die Universität, habe weitere Gespräche und Verhandlungen abgesagt und bestehe auf ihre Forderung von 7260 Euro pro Jahr für die 135 Quadratmeter große Halle. Hier werden rund 90 Kajaks für den Trainings-, Übungs- und Wettkampfbetrieb gelagert. Außerdem werde die Halle als Trainingsstätte genutzt. Für die gesamte von der HSG genutzte Fläche sollen sogar 9984 Euro überwiesen werden.

OZ-Bild

Am 31. März läuft die Kündigungsfrist für das Bootshaus der Abteilung Kanu der Hochschulsportgemeinschaft Greifswald ab.

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Der OB möge die Sportler bei einer kurzfristigen Lösung für die Unterbringung der Kajaks und einer langfristigen für ein Bootshaus helfen, bitten die Kanuten.

Der Hintergrund: Die Universität hat nach 40 Jahren den Vertrag für das Bootshaus im November 2015 gekündigt. Bisher zahlten die Kanuten jährlich nur eher symbolische 200 Euro für Betriebskosten. Zu DDR-Zeiten war die HSG eine Betriebssportgemeinschaft (BSG) der Uni. Nach der Wende wurde sie ein eingetragener Verein und ist zudem nicht mehr Teil der Hochschule. 25 Jahren lang war das offenbar kein Problem. Die aktuelle Vereinbarung stammt von 1996. Die Kündigung begründet Kanzler Wolfgang Flieger damit, dass die Uni aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen eine kostendeckende Miete verlangen müsse.

Die geforderten 7260 Euro für die Lagerhalle könne der Verein nicht aufbringen, so Grommelt. Maximal 2000 bis 3000 Euro seien denkbar. Grommelt bedauert in seinem Schreiben an den OB, dass zugesagte Informationen der Uni zur Kalkulation der Miete und einer Aufstellung der Betriebkosten fehlten. „Wir sind an einer schnellen und einvernehmlichen Lösung mit der Uni interessiert“, betont Grommelt.

„Wir auch“, sagt Unisprecher Jan Meßerschmidt auf OZ-Nachfrage. Und Stadtsprecherin Andrea Reimann stellt fest: „Der Oberbürgermeister wird das Thema auf seiner nächsten Beratung mit der Rektorin am 17. März ansprechen.“

Wegen der künftigen Unterbringung der Kanuten prüfe die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten, die aber alle nicht kurzfristig realisierbar seien. Eigentums- beziehungsweise Pachtverhältnisse für die vorgeschlagenen Varianten seien zu prüfen. Verwaltungsleute würden demnächst mit dem Eigenbetrieb Seesportzentrum beraten, der für das Gelände des Strandbades und der alten Badeanstalt inklusive der Gebäude zuständig sei.

Die Kanuten können sich als Lösung für die bevorstehende Saison die alte Strandkorbhalle vorstellen. Unter Berufung auf eine Empfehlung der Verwaltung schlagen sie als langfristige Lösung einen Neubau auf einer befestigten Fläche vor dem Sperrwerk oder die Übernahme des Surfcontainers des Hochschulsports hinter dem Sperrwerk vor. Die Fläche gehöre der Stadt und die Uni-Surfer könnten in das jetzige Haus der Kanuten ziehen, heißt es. Gebaut werden könnte mit Spenden und Fördermitteln des Landessportbunds ohne städtisches Geld.

Der Vorsitzende des Stadtsportbunds, Bernt Petschaelis, macht nun Druck. Die 210 Sportler bräuchten endlich eine Lösung. Denn es habe schon mehrere Gespräche und Schreiben gegeben, argumentiert er. „Auf dem Gelände der alten Badeanstalt wurde bereits vor Jahren eine Fläche für den maritimen Kinder- und Jugendsport vorgehalten“, so Petschaelis. Das sei ein guter Platz für ein Bootshaus. Er schlägt vor, dass das Seesportzentrum die Zuständigkeit für diesen Bereich verliert und sich sich auf seine Kernaufgaben konzentriert.

Von Eckhard Oberdörfer

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