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Greifswald „Hände hoch“ für Höchstgebote
Vorpommern Greifswald „Hände hoch“ für Höchstgebote
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00:00 09.12.2017
Eckhard Brunstein und St. Spiritus-Chefin Imke Freiberg vor einem Bild aus der PIX-Galerie. Quelle: Foto: Peter Binder
Greifswald

„Hände hoch“ heißt es morgen Nachmittag im St. Spiritus. Die 36. Greifswalder Kunstauktion, die gemeinsam von den Kunstvereinen Art7 und artcube veranstaltet wird, findet zum zweiten Mal im soziokulturellen Zentrum statt. Erwartet werden wieder um die 100 Besucher. Das Interesse an den gezeigten 68 Werken – vorwiegend Bilder, aber auch mehrere Skulpturen – dürfte sehr groß sein. 33 Künstlerinnen und Künstler stellen aus, viele von ihnen sind seit Jahren mit dabei, etwa Karin Wurlitzer, Hilde Uebel und André Kalunga-Peters.

Eckhard Brunstein, Vorsitzender des Kunstvereins Art7, freut sich auf die Auktion. „Wir denken, dass wieder gut die Hälfte der Werke einen neuen Besitzer findet“, sagt er. Denn es sei wirklich für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas im Angebot. Die Zusammenarbeit von Art7 mit erfahrenen Künstlern und artcube mit vielen jungen Künstlern mache die gute Mischung aus. „Das zeichnet unsere Auktion aus, dass wir bei einem Anfangsgebot von 45 Euro beginnen. Die beiden teuersten Kunstwerke kommen von Sven Ochsenreither und sollen jeweils wenigstens 700 Euro bringen“, erläutert Brunstein.

Die gezeigten Kunstwerke sind seit einer Woche ausgestellt. 150 Besucher nutzten die Möglichkeit der Vorbesichtigung. Auf sehr großes Interesse stieß dabei die erstmalige Aufnahme von drei Künstlern der Vereinigung der Gruppe Atelier PIX, die zur Greifenwerkstatt des Pommerschen Diakonievereins gehört, in die Ausstellung und Versteigerung. „Diese Bilder passen qualitativ gut in die Ausstellung“, betont Eckhard Brunstein. So sei das Gemeinschaftswerk von Peter Pölsing und Andreas Rau, ein Bild ohne Titel, wunderbar farbenfroh und inspiriere zum Verweilen. Auch Christians Kronfoths „Landschaft bei Nacht“ wirke sehr ausdrucksstark.

Der Versteigerungserlös kommt bei diesen wie bei allen anderen Exponaten den Künstlern beziehungsweise deren Vereinigung für die weitere Arbeit zugute.

Auktionator ist in diesem Jahr Ralf Müller-Feldhoff (Art7), assistiert wird ihm von Astrid Brünner (artcube), die Interessantes zu den Künstlern und der Entstehung der Kunstwerke zu berichten weiß.

Erstmals wird es einen echten Auktionshammer geben – ausgeliehen aus dem Gericht. „Vorher hatten wir immer einen Gummihammer. Auch ein Fleischklopfer musste schon mehrmals herhalten“, erinnert sich Eckhard Brunstein mit einem Schmunzeln. Der neue „richtige“ Auktionshammer werte die ganze Veranstaltung auf. „Nun muss er nur sehr häufig zum Einsatz kommen, wenn bei vielen Geboten der Zuschlag erteilt wird“, fügt er an.

Wer sich während der Auktion zwischendurch etwas stärken will, kann das am großen bunten Teller des Kunstvereins Art7. „Der gehört im Advent einfach dazu“, findet Brunstein. Zudem biete das St.

Spiritus Getränke an.

Beginn der Auktion: heute 16 Uhr im St. Spiritus, Lange Straße 49/51

Von Teufel und Dame in Rot – vielfältiges Angebot

68 Werke von 33 Künstlern werden während der Auktion versteigert. Erworben werden können unter anderem „Resozialisierung des Teufels“, Holzskulptur Linde von Rüdiger Schmitt alias OTTO, Atelier PIX Pommerscher Diakonieverein;

„Teich mit Algenblüte“, Acryl auf Leinwand von Anja Leddin; „Der Greifswalder Hafen“, Studie 1 - 3, Acryl auf Leinwand von Karin Wurlitzer; „shaping“, Öl auf MDF von Astrid Brünner; „Spielregel“, 5-Farb- Siebdruck von Nils Dicaz;

„Kaminka“, Acryl auf Holz von Enrico Pense; „Dame in Rot“, Holz bemalt von Maria Kümmel.

www.art7-greifswald.de

Cornelia Meerkatz

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