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Greifswald Hafen auf der Insel Ruden gesperrt
Vorpommern Greifswald Hafen auf der Insel Ruden gesperrt
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00:05 07.04.2016

Die Insel Ruden im Greifswalder Bodden ist im Sommer ein begehrtes Ausflugsziel für Einheimische und Urlauber. Etwa 16000 Gäste wurden pro Saison auf dem 16 Hektar großen Eiland gezählt. Doch nun ist es mit den Kurztörns erst einmal vorbei. Denn: „Bis auf weiteres ist kein Anlegen im Hafen Ruden möglich“, teilt die Gemeinde Kröslin mit. Für den Hafen der Insel bestehe momentan keine Betriebsgenehmigung und da die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet sei, sei ein Anfahren des Hafens durch Dritte zu vermeiden. Der Verein Jordsand, der den Ruden aus naturschutzfachlicher Sicht betreut, sei vom Eigentümer, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Naturerbe GmbH, ermächtigt, Dritte aus den Gewässern des Hafens zu verweisen.

DBU-Sprecherin Katja Behrendt bestätigt dies: „Die vom Landkreis erteilte Betriebsgenehmigung für den Hafen ist abgelaufen.“ Hierfür ausschlaggebend seien zwei Probleme. Zum einen müsse ein neuer Hafenbetreiber gefunden werden, der noch dazu mehrere Auflagen zu erfüllen habe. „Hier sind wir mit einem Interessenten derzeit im Gespräch“, sagt Behrendt. Problem Nummer zwei sei der marode Zustand. „Der Hafen ist im jetzigen Zustand nicht mehr verkehrssicher. Und weil wir bei Schäden haftbar sind, können wir ihn auch nicht freigeben“, verdeutlicht die Sprecherin.

Katja Behrendt stellt andererseits jedoch auch klar, dass der DBU an einer weiteren Erreichbarkeit der Insel Ruden gelegen sei. „Schließlich haben wir nicht nur einen naturschutzfachlichen Auftrag, sondern auch einen Umweltbildungsauftrag.“ Daher wolle DBU den Aufenthalt auf der Insel für eine begrenzte Anzahl von Gästen gern aufrechterhalten. Ein Ingenieurbüro sei beauftragt worden zu prüfen, inwieweit durch eine Teilsanierung des Hafens oder ein Anlegeprovisorium die Voraussetzungen für den Fahrgastbetrieb wieder abgesichert werden können. „Eine auf zwei Molen begrenzte Sanierung des Hafens würde bereits ausreichen“, so Behrendt. Mit einer Komplettsanierung wäre die DBU finanziell überfordert. Josef Feldmann, Prokurist der DBU Naturerbe GmbH, hatte die Kosten mit insgesamt etwa zwei Millionen Euro angegeben und erklärt, dass die Stiftung dieses Vorhaben unmöglich allein stemmen könne. „Wir sind zwar bereit“, so unterstreicht Katja Behrendt, „als Stiftung Geld in die Hand zu nehmen, aber wir streben eine Kofinanzierung an.“ Anträge auf Zuschüsse etwa von Seiten des Landes MV seien bisher jedoch noch nicht gestellt worden, da die Projektvorschläge ja noch nicht vorliegen.

Seit diesem Jahr betreut der Verein Jordsand, dessen Mitglieder bereits seit vielen Jahren auf der Nachbarinsel Greifswalder Oie aktiv sind, auch die Insel Ruden, die gleichsam unter Naturschutz steht. Auf dem Ruden gibt es viele geschützte Lebensräume, wie Dünenkiefernwald oder Trocken- und Dünenrasen. Über 20 Vogelarten brüten auf der Insel. Der auf der Insel vorhandene alte Messturm ist die Station 19 der Denkmallandschaft Peenemünde. Er diente den Besuchern bisher als Informationszentrum und Aussichtspunkt. Ob er auch in der Saison 2016 genutzt wird, ist also mehr als ungewiss.

Von Tom Schröter

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