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Handball SG setzt auf seinen Nachwuchs

Greifswald Handball SG setzt auf seinen Nachwuchs

Es war der Sommer 2010. Nichts sollte im Handballsport der Hansestadt so sein, wie es einst war. Damals entschlossen sich die Hochschulsportgemeinschaft Uni, der Polizeisportverein sowie der Handballverein Handwerk und Technik zu fusionieren.

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Die F-Juniorinnen der Handball SG Greifswald: Cosima Mahlitz, Kim Bandelin, Leonie Dessnow (von links) und Trainerin Alexandra Kasch sind mit Feuereifer dabei.

Quelle: Matthias Trenn

Greifswald. Die Handball SG Greifswald entstand und fortan bekam der Nachwuchs wieder eine reelle Chance. Heute, zweieinhalb Jahre später, sind fast 75 Prozent der Aktiven unter 18 Jahre alt. Der Lohn: Das Innenministerium zeichnete die Handball SG kürzlich als kinder- und jugendfreundlichen Verein aus. Diesen Namen dürfen die Greifswalder nun als einziger im Landkreis Vorpommern-Greifswald offiziell führen.

„Es macht mit allen Kindern und Jugendlichen jede Menge Spaß“, sagt Torsten Lange. Der SG-Jugendwart arbeitet am liebsten mit den Vorschulkindern. „Das Leuchten der Augen, wenn die Kids ihre ersten richtige Würfe machen oder das Prellen beherrschen, ist unbeschreiblich“, erzählt der 46-Jährige. Derzeit betreuen 20 ehrenamtliche Trainer die 366 unter 18-Jährigen. Diese haben großen Anteil an den positiven Entwicklungen. So gibt es bei der Handball SG Mädchen, die gerade einmal acht Jahre alt sind und die Bälle mit über 50 Kilometer pro Stunde werfen können. Zehnjährige schaffen außerdem in 30 Sekunden 80 Wiederholungen beim Seilspringen — ein Spitzenwert. Zum Vergleich: Im Schulsport genügen ganze 45 Durchschläge für die Note Eins.

Den SG-Verantwortlichen ist der Blick über den Tellerrand besonders wichtig. „Nur dann haben wir auf lange Sicht eine Chance, mit den Leistungszentren mitzuhalten“, berichtet Dirk-Carsten Mahlitz.

Der 47-Jährige war einer der Hauptinitiatoren für die Entstehung der SG Vorpommern. Gemeinsam mit dem HSV Usedom stellten die Greifswalder eine C-Junioren-Mannschaft auf, die derzeit eine gute Rolle in der Oberliga spielt.

Auch mit dem HSV Peenetal-Loitz besteht eine enge Zusammenarbeit. In den Osterferien werden beispielsweise 40 Kinder mit sieben Übungsleitern an der Sportschule in Güstrow ein Trainingslager absolvieren. Die Talente werden dann aus Loitz, Usedom und Greifswald kommen. Das große Ziel: Ein Medaillengewinn bei den Landesmeisterschaften. „Wir treten dann mit einem Team der besten Handballer aus dem Landkreis an und hoffen auf einen Podiumsplatz“, so Lange. Für Mahlitz steht fest: „Diese Wege der Zusammenarbeit müssen wir gehen, sonst enteilen uns die Handball-Hochburgen Rostock und Schwerin.“

Als größtes derzeitiges Problem sehen die Greifswalder Handballer die katastrophale Situation bezüglich der Hallenzeiten. „Im Zeitraum von Oktober bis April können wir den Trainingsbetrieb kaum abdecken“, klagt Lange. Hier müsse die Stadt und der Sportausschuss dringend tätig werden, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Für die Zukunft wünscht sich Lange die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den kommunalen Kitas. Differenzen mit dem Jugendamt hatten die erfolgreiche Arbeit zunächst gestoppt. Mittlerweile habe es positive Gespräche gegeben und noch in diesem Jahr soll das Vorschulprojekt gemeinsam mit zwei weiteren Vereinen wiederbelebt werden.

In den kommenden Jahren wollen die Greifswalder an die erfolgreichen letzten Monate anknüpfen. „Als wir fusionierten, lag der Nachwuchshandball in Greifswald am Boden“, berichtet Lange. Vor drei Jahren seien in den meisten Schulen keine Handbälle vorhanden gewesen. Lange: „Mittlerweile konnten wir durch viele Projekte in fünf Hallen für genügend Spielgeräte sorgen.“

Tradition hat das Sommercamp für alle schulpflichtigen SG-Akteure. In der letzten Sommerferien-Woche geht es nach Gützkow. Am Hasenberg werden sich die SG-Nachwuchsteams auf die neue Saison vorbereiten. „Das werden natürlich keine reinen Ferientage — wir wollen noch besser werden und müssen dafür hart trainieren“, so der promovierte Sportwissenschaftler Dirk-Carsten Mahlitz.

Die Handball SG

505 Mitglieder zählt die SG Handball Greifswald derzeit.

366 Aktive sind unter 18 Jahre alt.

42 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind weiblich.
4-10 Euro betragen die Mitgliedsbeiträge bei den Greifswalder Handballern im Monat. Vorschulkinder zahlen beispielsweise 4 Euro.

Matthias Trenn

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