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Hansering soll ab 2019 grün und ruhiger werden

Greifswald Hansering soll ab 2019 grün und ruhiger werden

Umsetzung des Fünf-Millionen-Euro-Projekts verzögert sich / Konkrete Planung wird der Öffentlichkeit in drei Wochen vorgelegt

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Noch können Autofahrer den Hansering nutzen. Im nächsten Jahr sollen hier die Bagger rollen.

Quelle: Fotos: Peter Binder (1)/christopher Gottschalk (3)

Greifswald. Eigentlich sollten die Bagger bereits 2017 rollen. Im vorigen Jahr hieß es dann: 2018. Doch auch daraus wird nichts. Die von der Hansestadt Greifswald seit Jahren beabsichtigte Neugestaltung des vielbefahrenen Hanserings im Abschnitt Steinbecker Brücke bis Fangenturm dauert länger als ursprünglich gedacht. „Die Verwaltung arbeitet nach wie vor mit Hochdruck an der Planung. Derzeit gehen wir von einem Baubeginn im zweiten Quartal 2019 aus“, sagt Stadtsprecherin Andrea Reimann auf OZ-Anfrage.

OZ-Bild

Umsetzung des Fünf-Millionen-Euro-Projekts verzögert sich / Konkrete Planung wird der Öffentlichkeit in drei Wochen vorgelegt

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Dabei überreichte Christian Pegel (SPD), Infrastrukturminister von MV, bereits im Mai 2016 an Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) und den damaligen Baudezernenten Jörg Hochheim (CDU) eine entsprechende Förderzusage. Die avisierten 3,75 Millionen Euro stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das wären 75 Prozent der Gesamtkosten, bleibt es bei den geschätzten fünf Millionen Euro.

Hochheim, heute Chef der Kommunalaufsicht des Landes, hatte sich lange Zeit für das Projekt stark gemacht. Mit Erfolg. Ein Projekt, das noch Anfang 2016 auf der Prioritätenliste der Stadt ganz oben stand – vor dem Neubau der Erwin-Fischer-Schule und dem Sporthallenneubau für die Caspar-David-Friedrich-Schule. Beide Maßnahmen befinden sich seit vergangenem Jahr im Bau. Der Hansering nicht, die Bürgerschaft hatte zwischenzeitlich andere Prioritäten gesetzt. In der Schublade verschwand das Vorhaben aber nicht. Die Verwaltung trieb die Vorbereitungen weiter voran. Aufgrund des Bauvolumens musste die Hansestadt die Leistungen europaweit ausschreiben. „Im September 2017 wurde der Planungsauftrag an ein Stralsunder Architekturbüro vergeben“, so Andrea Reimann. Ziel sei es, die Vorplanung demnächst der Öffentlichkeit vorzustellen. Erstmalig soll sie am 28. Februar in der Ortsteilvertretung Innenstadt präsentiert werden, der Ausschuss für Bauwesen, Umwelt, Infrastruktur und öffentliche Ordnung wird am 6. März in öffentlicher Sitzung darüber beraten. Im Anschluss werde die endgültige Entwurfs- und Genehmigungsplanung erfolgen.

Bisherige Vorstellungen gingen davon aus, das Gesicht des Hanserings komplett zu verändern. Ein bepflanzter Mittelstreifen soll die beiden Fahrbahnen voneinander trennen, Fuß- und Radverkehr sollen neu geordnet werden. Auch die Promenade zwischen Straße und Kaikante soll attraktiver werden. Erste Ideen gingen von drei parallel angeordneten Alleen hochstämmiger Bäume aus, die den Hansering mit ihren breiten Kronen wie ein grünes Dach beschatten. Die Fahrbahnen selbst sollen schmaler werden, um die Geschwindigkeit der Autos zu reduzieren. All das solle dazu führen, so der frühere Baudezernent Jörg Hochheim, „für die anliegenden Bewohner ein besseres Wohngefühl zu schaffen“.

Ob es genau so kommt, wird erst die Planung zeigen. Die Hansestadt widmete sich diesem Projekt unter anderem auch deshalb, weil der Verkehr aufgrund der errichteten Ortsumgehung stark abgenommen habe. Letzte Erhebungen förderten ans Licht: Etwa 15 000 Fahrzeuge passieren den Hansering täglich, rund 35 Prozent weniger als vor der Fertigstellung der Greifswalder Ortsumgehung.

Unklar war bislang auch, wie die Fahrzeuge während der Arbeiten auf dem etwa 600 Meter langen Abschnitt umgeleitet werden sollen. Ersten Schätzungen zufolge ging die Verwaltung von bis zu zweieinhalb Jahren Bauzeit aus. Völlig offen ist auch, wann sich der zweite Bauabschnitt anschließen soll – er beginnt am Fangenturm und endet an der Europakreuzung.

Der Hansering

5 Millionen Euro sollte der komplette Umbau des Hanserings zwischen Steinbeckerstraße und Fangentum nach ersten Schätzungen kosten.

Angesichts der enorm gestiegenen Baupreise ist von mehr auszugehen.

3,75 Millionen Euro Fördermittel avisierte das Land vor zwei Jahren. Diese müssen allerdings nach vorliegender Planung noch konkret beantragt werden.

Minister Pegel betonte damals, dass nicht der Straßenbau an sich honoriert werde, sondern die geplante Reduzierung von Emissionen: Mit den großzügigen Anpflanzungen sollen der Kohlendioxidausstoß

und die Lärmemission verringert werden.

Petra Hase

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